J.F. Gon­za­lez: Sur­vi­vor (Roman)

Der Inhalt wird z.T. gespoi­lert!

Ich woll­te hier längst schon Ketch­ums ‘The Girl next Door’ vor­ge­stellt haben, dabei kurz einen Schwen­ker zu John­sons ‘Let’s go play at the Adams” gemacht haben, aber irgend­wie liegt das (gele­se­ne) Buch von Ketchum wie Blei im Regal. Mein The­ma ist eigent­lich Hor­ror in sei­nen para­nor­ma­len Aus­prä­gun­gen, aber irgend­wie schaue ich doch immer wie­der über die Gren­ze zu Büchern, die Abgrün­de des ‘Mensch­seins’ zei­gen. Das ist ganz klar auch bei ‘Sur­vi­vor’ der Fall, einem Werk, in dem es um soge­nann­te Snuff-Fil­me geht. Das sind Film­auf­zeich­nun­gen von Grau­sam­kei­ten und Fol­ter bis hin zum (schein­ba­ren?) Tod des Opfers. Ich war mir bis­lang sicher, daß es tat­säch­lich Snuff-Fil­me gibt, aber die Wiki­pe­dia meint, das sei eine ‘moder­ne Sage’. Die­se Fra­ge ist auch The­ma der Ermitt­ler in der Ende der 1990er spie­len­den Geschich­te.  (Mein erster Kon­takt mit dem Begriff des Snuff-Films war in Bret Easton Ellis’ “Less than Zero” (1985).) J.F. Gon­za­lez: Sur­vi­vor (Roman) wei­ter­le­sen

Reku­lak – Hid­den Pic­tures (Roman)

Wenn ich auf Ama­zon nach Büchern suche, schaue ich mir gern die Besten­li­ste an, in der das Werk geli­stet ist. Das ist zwar zum Teil gro­tesk, wenn z.B. ‘Nackt-Yoga’ auf den ersten Plät­zen einer Kate­go­rie christ­li­cher Lite­ra­tur ist, aber gele­gent­lich fin­de ich span­nen­de Bücher, so wie jetzt: nach wie vor (Mit­te Novem­ber 23) auf Platz 1 eng­lisch­spra­chi­ger Hor­ror­li­te­ra­tur ist ‘Hid­den Pic­tures’ von Jason Reku­lak, eine Haun­ted-Hou­se-Geschich­te mit uner­war­te­ten Wand­lun­gen. Reku­lak – Hid­den Pic­tures (Roman) wei­ter­le­sen

R. Sager – Home Befo­re Dark (Roman)

Riley Sager (Pseud­onym) ist kei­ne unbe­kann­te Grö­ße, ins­be­son­de­re wenn man sich ger­ne mal von ‚Book­tu­bern‘ inspi­rie­ren läßt. Mit ‚Home befo­re Dark‘ legt er eine “Art Haun­ted-Hou­se-Roman” vor – eben mit einem Twist (leich­ter Spoi­ler wei­ter unten).
Ein beson­de­res Merk­mal, das das Buch mei­ner Mei­nung nach sehr span­nend macht, ist die ver­schach­tel­te Erzähl­wei­se.

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McDo­well – Cold Moon over Baby­lon (Roman)

Die­se Kurz­be­spre­chung des Hor­ror­ro­mans ent­hält weni­ge Spoi­ler (wei­te­rer Hin­weis vor letz­tem Absatz).

Man kann McDo­wells Erzähl­stil so beschrei­ben: oft setzt er einen all­wis­sen­den Erzäh­ler ein, der dem Leser Din­ge beschreibt, die die Per­so­nen des Romans nicht wis­sen. Der Autor schreibt ganz klar kei­nen Kri­mi, denn der auf­merk­sa­me Leser weiß früh, wer für die drit­te tote Per­son ver­ant­wort­lich ist. Die Moti­ve des Täters, sei­ne Über­le­gun­gen, die Taten zu ver­tu­schen – alles wird spä­ter auf­ge­deckt. War­um ist das so? Weil McDo­well die­ser Klar­heit das para­nor­ma­le Ele­ment sei­nes Romans gegen­über­stellt, das er sehr gut in der Wei­se kaschiert, daß er Sin­nes­täu­schun­gen beschreibt, bei denen zunächst unklar ist, ob nur die kon­kre­te Per­son sie erlebt, oder ob sie als eigen­stän­di­ge Phä­no­me­ne wahr­zu­neh­men sind.  McDo­well – Cold Moon over Baby­lon (Roman) wei­ter­le­sen

Felix Black­well: Sto­len Ton­gues (Buch)

Black­well – Sto­len Ton­gues (Mini­ma­le Spoi­ler)

Auch dies ist ein Buch (wie Pen­pal), das sei­ne Ent­ste­hungs­ge­schich­te auf Red­dit hat, und zwar im Subred­dit NoS­leep: My roman­tic cabin geta­way…
Der Autor hat die Red­dit Com­mu­ni­ty dann im Jahr 2017 infor­miert, daß aus die­ser Fort­set­zungs­ge­schich­te ein Buch ent­stan­den ist.

Grund­sätz­lich schreibt Black­well über sich selbst und sei­ne rea­le Part­ne­rin Faye, die tat­säch­lich, wie im Buch, eine Schlaf­stö­rung hat, die sich in Spre­chen im Schlaf und Schlaf­wan­deln äußert. Felix Black­well: Sto­len Ton­gues (Buch) wei­ter­le­sen

Dun­can Ral­s­ton: Woom (Buch)

Woom wird als “extre­me hor­ror novel” ange­prie­sen. Zunächst ein­mal: von der Län­ge her eher Novel­le als Roman, aber trotz­dem ein Buch, das mich stark fas­zi­niert hat. Des­we­gen will ich – anders als sonst – hier kaum etwas spoi­lern.

Der Titel Woom ist Sprach­feh­ler und Wort­spiel in einem. Er ver­weist in der kon­kre­te­ren Bedeu­tung auf den Room 6 des Lonely Motels, wo sich die Hand­lung zwi­schen einem Mann namens Angel und einer Pro­sti­tu­ier­ten, Shy­la, abspielt. Dun­can Ral­s­ton: Woom (Buch) wei­ter­le­sen

Delany – Hogg (Kurz­re­zen­si­on)

frreepik.com - 18+Bit­te beach­ten: Im Sin­ne des Jugend­schut­zes wei­se ich dar­auf hin, daß hier sen­si­ble Inhal­te eines Medi­ums (Film, Serie, Buch) bespro­chen wer­den. Der Text soll­te ab Voll­jäh­rig­keit gele­sen wer­den.

Samu­el R. Delany: Hogg

Spoi­lers!

Spä­te­stens seit der Ver­fil­mung von Roches “Feucht­ge­bie­te” waren Film und Roman­vor­la­ge in aller Mun­de. Man dis­ku­tier­te mehr oder weni­ger ange­ekelt über die beschrie­be­nen Prak­ti­ken. Ein Mann aus mei­nem Bekann­ten­kreis las den Roman in Etap­pen, weil er die Bil­der immer wie­der sacken las­sen muß­te. 😂
Er fand alles so eklig, daß er auch die Grund­satz­fra­ge stell­te: War­um “um alles in der Welt” muß man sol­che Din­ge zu Papier brin­gen?

Dage­gen ist Bukow­skis “Ich ging rüber und walk­te ihr die Tit­ten durch”, ein Zitat aus einem sei­ner Gedich­te, ziem­lich harm­los.

Die Wozu-Fra­ge kann man sich bei Hogg auch stel­len, das heißt: noch viel mehr, viel inten­si­ver. Gegen Hogg sind die Feucht­ge­bie­te ein sanf­tes Vor­spiel. Delany – Hogg (Kurz­re­zen­si­on) wei­ter­le­sen

Dar­cy Coa­tes – Cra­ven Man­or

Dar­cy Coa­tes: Cra­ven Man­or

Spoi­lers!

Nach der begei­ster­ten Lek­tü­re von Coa­tes’ The Haun­ting of Ashb­urn Hou­se dach­te ich, ein wei­te­rer Roman der austra­li­schen Autorin (Pseud­onym?) wäre ja nicht schlecht. Nach der Anzahl der Ama­zon-Rezen­sio­nen wähl­te ich ohne viel Nach­den­ken “Cra­ven Man­or”. Es ist eben­so eine Haun­ted-Hou­se-Geschich­te, aber für mich bei wei­tem nicht so gut geschrie­ben wie “Ashb­urn”, obwohl das Buch ein Jahr jün­ger ist. Dar­cy Coa­tes – Cra­ven Man­or wei­ter­le­sen

Dathan Auer­bach: Pen­pal

Auf Auer­bachs Roman bin ich bei ver­schie­de­nen “Book­Tu­bern” auf­merk­sam gewor­den, also Men­schen, die auf You­Tube über Lite­ra­tur berich­ten. Ange­prie­sen wur­de er als sehr beson­de­res, sehr gru­se­li­ges Werk. Anda Kent beschrieb die Zeit, als sie Auer­bach las, sinn­ge­mäß so: Ent­we­der ich las oder ich tat etwas ande­res und dach­te über das Buch nach.

Ab hier der Hin­weis auf gerin­ge Spoi­ler! Dathan Auer­bach: Pen­pal wei­ter­le­sen

Nick Cut­ter – The Troop

Nick Cut­ter – The Troop

[Mini-Spoi­ler]

Ein Pfad­fin­der-Trupp ver­bringt ein ver­län­ger­tes Wochen­en­de auf einer Insel. Klar, da muß “das Böse” von außen kom­men, wäh­rend der abge­schie­de­ne Schau­platz mög­li­cher­wei­se die Flucht erschwert. Nick Cut­ter – The Troop wei­ter­le­sen

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