Schwar­zer Tanz­tee

Ich habe in Wo boom(er)t die Schwar­ze Sze­ne? schon dar­über geschrie­ben, daß sich für eine älter­wer­den­de Sze­ne durch­aus auch Tages-Events – statt durch­tanz­ter Nacht – anbie­ten. Dazu gibt es nun einen guten, lesens­wer­ten Arti­kel bei Spon­tis, auf den ich hin­wei­sen möch­te: Soft Club­bing. Robert for­mu­liert als zen­tra­le Fra­ge: “Kann die roman­ti­sche Melan­cho­lie, die dunk­le Ästhe­tik und die exi­sten­zi­el­le Suche, die unse­re Sze­ne defi­niert, in ein acht­sa­mes, son­ni­ges Nach­mit­tags­event über­setzt wer­den?”

Das ist in der Tat auch mein größ­ter – nicht Kri­tik­punkt – eher Ein­wand zu sol­chen Events, denn ich bin jemand, der die Nacht mag, die Ein­sam­keit, die lee­ren Stra­ßen usw. In mei­nen Gedich­ten wird die nächt­li­che Zeit manch­mal als ‘Ohne­welt’ beschrie­ben, also ‘Welt’ als die Hek­tik und blen­den­de Hel­lig­keit des Tages, der die Ruhe der Nacht gegen­über­steht. Aber ich glau­be, je älter man wird, desto weni­ger schaut man aus­schließ­lich roman­ti­sie­rend auf sol­che Umstän­de, man prüft eher, wie steif der Rücken ist, wie müde die Augen schon sind… :-))

Vor­schlag: Solch einen Tanz­tee soll­te man in einem (auf­ge­ge­be­nen) Kino durch­füh­ren, da ist es per defi­ni­tio­nem DARK.

Castrum Nigra 2025 abge­sagt

Die schwar­ze Par­ty­nacht auf der Ehren­burg an der Mosel, die in die­sem Jahr erst­ma­lig über zwei Aben­de gehen soll­te, ist abge­sagt wor­den.

Der bis­he­ri­ge Ver­an­stal­ter Mar­kus schreibt dazu auf Insta­gram (Account castrum­ni­gra), ein exter­ner Ver­an­stal­ter habe ohne Anga­be von Grün­den abge­sagt, wor­auf­hin sich die direk­ten Ver­hand­lun­gen mit der Burg hin­ge­zo­gen hät­ten – was so ein wenig klingt nach: die Burg möch­te die Ver­an­stal­tung eher nicht haben.
Als drit­ter Fak­tor wer­den die Rah­men­be­din­gun­gen für sol­che Ver­an­stal­tun­gen genannt, die immer pro­ble­ma­ti­scher, auf­wen­di­ger, kosten­in­ten­si­ver für (klei­ne) Ver­an­stal­ter wer­den – man erin­ne­re sich z.B. an den aus­ge­fal­le­nen Chor-Auf­tritt auf dem Koblen­zer Weih­nachts­markt, weil die GEMA-Gebüh­ren so hoch waren.

Der gesam­te Text klingt nach end­gül­ti­gem Abschied – zumin­dest von der Loca­ti­on Ehren­burg. Sehr, sehr scha­de – wie­der ein­mal fällt ein wun­der­vol­les und sehr beson­de­res Event der schwar­zen Sze­ne weg. 🙁

500000 vor ihrem PC sind kei­ne Sze­ne

Die Über­schrift ist ein Zitat von Ste­ve aus dem Pod­cast “Schwarz­Ge­sagt”. In den letz­ten Tagen habe ich eini­ge Fol­gen “nach­ge­hört”, so auch die eigent­lich aus­ge­las­se­nen zum The­ma Gothic Fami­ly. Toll, was ihr da auf die Bei­ne stellt, Gat­to Nero & Ste­ve!

Das Zitat stammt aber aus einer der Fol­gen “extrem und tanz­bar”, wo sich eine Höre­rin in einer Ein­spie­lung dar­über beschwert, was sie jen­seits des dunk­len, pri­va­ten Lebens­stils dann auf Festi­vals vor­fin­det: wenig Tie­fe, viel Par­ty.
Und dabei dann (zuneh­mend?) rück­sichts­lo­se Men­schen, die bei lei­sen Titeln ein­fach laut wei­ter­re­den, die alles fil­men oder wäh­rend des Kon­zerts mit fünf Bie­ren in die erste Rei­he “müs­sen”. 500000 vor ihrem PC sind kei­ne Sze­ne wei­ter­le­sen

Kostüm­fest in Leip­zig

Die BILD-Zei­tung schrieb in einer ersten Ver­si­on eines Berichts: “Es ist DAS Mega-Event für Kostüm-Fans, Gotik-Fans und  Par­ty-Begei­ster­te.”
Offen­bar hat man dann kor­ri­giert, so daß es jetzt um 19:04 Uhr heißt: “Es ist DAS Mega-Event für Gothic-Fans und Kostüm-Freaks!”

Aber egal – irgend­wie gut, daß ich nicht da bin… 🙄

Castrum Nigra 2024

Das sty­li­sche Event auf der Ehren­burg an der Mosel, von den Ver­an­stal­tern Open-Air-Gothic-Par­ty genannt, geht am 6. Juli (dies­mal ein Sams­tag) in die näch­ste – die 10. – Run­de. Die Burg wird wie­der far­big aus­ge­leuch­tet sein, und auf meh­re­ren Tanz­flä­chen dürf­te für jeden die rich­ti­ge Musik dabei sein.

Der Kar­ten­vor­ver­kauf ist gera­de gestar­tet – 22€ kostet das Ticket, 25€ an der Abend­kas­se.

Den ein­mi­nü­ti­gen Trai­ler kann man sich hier auf YT anschau­en.

Ich habe letz­tes Jahr über die Par­ty berich­tet und eini­ge Fotos vom 2019er Event hier ein­ge­baut. Ob ich die­ses Jahr dort sein wer­de, ist noch ein wenig offen, weil Cor­ri-May ver­hin­dert ist und ich (aktu­ell) kei­ne gro­ße Lust habe, allein zu fah­ren. Mal schau­en.

Fly­er:

Castrum Nigra Fly­er

Kir­li­an Came­ra, Kult­tem­pel, 29.12.2023

Das Jahr beschlos­sen wir im Kult­tem­pel in Ober­hau­sen, wo Kir­li­an Came­ra im Rah­men ihrer “Black Pyramid”-Tour gastier­ten.

Als Vor­band über­zeug­ten mit sehr pri­vat wir­ken­der Show A Spell Insi­de (Wiki­pe­dia). Sän­ger Micha­el Roe­der war dem Publi­kum zuge­wandt, sprach es an – das gehört für mich zu einem schö­nen Auf­tritt dazu. Nichts has­se ich mehr als Bands, die ohne irgend­was zu sagen ihre Lie­der run­ter­schrum­meln (run­ter­ta­steln?). Natür­lich war ‘Frei Sein’, eines mei­ner Lieb­lings­lie­der, auf der Set­list. Sehr gut gefiel mir der neue Song ‘Cele­bra­te the Past’. Lie­der in Eng­lisch und Deutsch wech­sel­ten sich ab.  Roe­der bedank­te sich bei der Per­son, die den Gig als Vor­band für heu­te arran­giert hat­te (Name ist mir ent­fal­len – Klaus?); das war wohl der­je­ni­ge, mit dem die erste Ver­öf­fent­li­chung der Band auf­ge­nom­men wor­den war, soweit ich ver­stand, das Lied ‘Boun­da­ry’.

Da Roe­der auch Sän­ger von Behind the Sce­nes ist (Wiki­pe­dia), die ich 1999 auf dem Zil­lo-Festi­val gese­hen habe, wur­de ein Song die­ser Band gespielt. Roe­der sag­te, es gebe oft die Fra­ge nach neu­em Mate­ri­al (ich bezog das auf BTS, nicht ASI), aber da sei nichts geplant; es blei­be aktu­ell bei Live-Auf­trit­ten.
Bei der Dis­co im Anschluß an die Kon­zer­te war Roe­der auf der Tanz­flä­che unter­wegs.

Noch zwei Bil­der zu A Spell Insi­de: Kir­li­an Came­ra, Kult­tem­pel, 29.12.2023 wei­ter­le­sen

Castrum Nigra 2023

Castrum Nigra, Ehrenburg, 2023Wir sind am frü­hen Mor­gen von der 9. Castrum Nigra auf der Ehren­burg bei Bro­den­bach an der Mosel zurück­ge­kehrt. Fazit: Wun­der­vol­ler, sehr stim­mi­ger Abend in groß­ar­ti­ger Kulis­se. Und bei 30°C am Spät­nach­mit­tag wur­de es, wie 2019, eine recht war­me Nacht.

Die Ver­an­stal­ter bie­ten ins­ge­samt 5 Dance Flo­ors, der Höhe nach geord­net: Oben im Palas NDH, dar­un­ter Elec­t­ro in der Schatz­kam­mer, der „neon­schwar­ze“ Main Flo­or auf das Basti­on mit tol­lem Blick zum ange­strahl­ten Berg­fried, ganz unten der Rit­ter­saal mit „The Dark Side of Gothic“ sowie im Innen­hof der Burg die Mit­tel­al­ter­mu­sik.

Ver­schie­de­ne Künst­ler prä­sen­tier­ten sich, wozu ich nur eige­ne Ein­drücke wie­der­ge­be von dem, was ich sah – das Pro­gramm fin­det man auf der Web­sei­te. Castrum Nigra 2023 wei­ter­le­sen

Cookie Consent Banner von Real Cookie Banner