Der Exorzismus der Emma Evans (Film)

„Der Exorzismus der Emma Evans“, im Original „La posesión de Emma Evans“ (bw. in englischsprachigen Ländern „Exorcismus“), von 2010 ist wieder einer der Filme ohne signifikante Wikipedia-Artikel. Das bedeutet in der Regel nichts Gutes. Regie führte Manuel Carballo (der den geplanten Regisseur Luis de la Madrid ersetzte), geschrieben wurde das Drehbuch von David Muñoz. Der spanische Film spielt in England. (Wikipedia EN)

Ich habe den Film via Apple TV gesehen und vergebe ***. Der Text spoilert wie immer den Inhalt des Films.

Der Regisseur hat sich hier vermutlich gedacht, schnell reingeschnittene Rückblicke peppen den ansonsten etwas drögen, zu langen Film auf. So starten wir mit einer Selbstverletzungsszene Emmas, ohne daß im Ansatz klar ist, was da passiert. Diese Art der oft schwarzweißen Rückblicke zieht sich durch den ganzen Film. Ja, kann man machen; nein, mir gefällt das nicht. Der Exorzismus der Emma Evans (Film) weiterlesen

Deliver us from Evil – Erlöse uns von dem Bösen (Film)

Den von S. Derrickson gedrehten Film (2014) habe ich via AppleTV gesehen und bewerte ihn mit – äh, das muß ich erklären…

Diese Rezension ruhte über gut zwei Jahre in den vorgeschriebenen Texten. Ich habe den Film nun erneut komplett geschaut, diesmal im englischen Orginal, was eine Empfehlung ist. Dann ist es so, daß ich ihn nicht ganz unparteiisch beurteilen kann, denn mein Lieblingsschauspieler, Eric Bana, hat die Rolle des Polizisten Sarchie inne. Ursprünglich stand im Entwurf  „*** von fünf Sternen“, aber ich bin mir jetzt unsicher, ob ich nicht doch um einen aufrücken sollte, hochblickend zu Derricksons Meisterwerk, „Der Exorzismus von Emily Rose“. Der Regisseur ist auch für die Sinister-Filme (1 – Regie, 2 – Drehbuch) verantwortlich, die mir gut gefallen haben. Schauen wir mal über den Film drüber – und ob es doch vier Sterne werden können.

Wichtig: der deutsche Filmtitel ist nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Dokumentarfilm von 2006 über einen pädophilen Priester.
Der Text zum Film spoilert die Filmhandlung . (Wikipedia)

Knapp zwei Stunden hat sich Derrickson genommen, um die Buchvorlage von Ralph Sarchie und Lisa Collier Cool umzusetzen, s.a. diesen Artikel bei The Week über die Verbindung Buch-Film – in Kürze: Sarchie wird als reelle Person gezeigt, die Handlung ist fiktiv. Nicht verschweigen will ich, daß bei Amazon gerade die deutschen Rezensionen zum Buch eher Verrisse sind. Was den Film angeht, sind die negativen Kritiken [z.B. Rotten Tomatoes] für mich nicht nachvollziehbar.

Deliver us from Evil – Erlöse uns von dem Bösen (Film) weiterlesen

Thema Exorzismus-Filme im Blog

Es ist ruhig geworden im Blog um dieses Thema, dem ich eine spezielle Seite gewidmet habe, die zu meinen eigenen Besprechungen dieser Filme führt. Das liegt sicher ein wenig an den platten Produkten der letzten Jahre, an dem Eindruck, das Genre habe sich totgelaufen.

Wie dem auch sei: die Seite soll im Winter um ein paar Einträge erweitert werden. In einem ersten Schritt habe ich nun alle bisherigen Beiträge kurz gesichtet und z.T. Schreib- und Formatierungsfehler behoben.  Thema Exorzismus-Filme im Blog weiterlesen

His House (Film)

Ich erhielt diesen Film als Empfehlung für ein paar – zu Unrecht – unbekannte „Horrorperlen“ auf Netflix. Doch der Horroranteil scheint mir eher gering, wenn auch gut dargestellt. Vielmehr geht es um Traumata und – wieder einmal – Lebenslügen. Ich spoilere wenig, nicht den „Hauptfakt“, der den Film erklärt. His House (Film) weiterlesen

Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast (Film, 1997)

Auf gefühlt allen Horrorkanälen geht es aktuell nur um das Remake von „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“. Da mir Netflix anzeigte, daß das Original von 1997 bald nicht mehr zum Streamen zur Verfügung stehen wird, habe ich mir den Film angeschaut.
(Hinweis: da das Remake wohl nah am Original ist, wird der hiesige Text den Film spoilern.)

Ich bin kein Slasher Fan, das sei vorausgeschickt. Der Film paßt aber dennoch zu zwei Rezensionen der letzten Monate, dem Resurrectionist und dem Film Drei Tage und ein Leben, denn auch hier geht es um Schuld und einen vertuschten Mord. Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast (Film, 1997) weiterlesen

The Awakening (Film)

Der 2011er Film The Awakening (Wikipedia), bei dem Nick Murphy Regie führte, ist ein spannender „Mystik-Thriller“, der bei hiesiegen Außentemperaturen von 30°C mit seinen kühlen, regnerischen, englisch-schottischen Landschaften den herbstsüchtigen Goth beglücken kann. 😉

Mir haben insbesondere die beiden Hauptdarsteller, Rebecca Hall als Florence und Dominic West als Robert, sehr gut gefallen; sie stellen im übrigen ein sehr schönes Filmpaar dar.

Was zunächst als normaler Auftrag erscheint, hat gegen Ende des Films weitreichende Folgen: Florence, Wissenschaftlerin, trauernd um ihren im Ersten Weltkrieg gefallenen Mann, versucht im London der 1920er Scharlatane, die angeblich übernatürliche Phänomene nutzen, das Handwerk zu legen.

Robert kontaktiert und bittet sie, ins Internat in Cumberland zu kommen, wo ein Junge gestorben ist, während gleichzeitig ein Geist sein Unwesen treibe. Er zeigt Fotos verschiedener Jahrgänge, auf denen immer der Geisterjunge zu sehen ist.

Der Film lebt von herrlichen Landschaftsaufnahmen und ruhigen Kamerafahrten durch das Internat. „Natürlich“ findet sich zunächst kein Geist, so daß Florence abreisen will. Doch dann begegnet sie ihm tatsächlich – und, sehr schönes Element, findet ein Puppenhaus, das das Internat nachbildet, wo mit Figuren Szenen dargestellt sind, die Florence gerade erlebt hat.

Als im Sommer alle Schüler abreisen, bleibt Florence doch im Internat – mit Robert, der Haushälterin Maud und einem Jungen, Tom, dessen Eltern in Indien leben. Und hier höre ich auf, das genauer zu beschreiben, weil sonst der Anreiz zum Selberschauen weg ist. Ich sage nur: die vier Personen kennen sich schon länger als sie denken / eine von ihnen denkt.

Sanfter Horror, viel Mystik und schöne, „gotische“ Landschaft – ein toller Film gegen Sonnenbrand. 🙂

Drei Tage und ein Leben (Film)

Ich habe neulich über meine Vorstellung von den unpolitischen Gemeinsamkeiten in der Schwarzen Szene geschrieben, die in den düsteren Abgründen des Menschlichen liegen, – und nun sehe ich mehr durch Zufall einen Film, der genau das ausdrückt.

Der Film „Trois jours et une vie“ von Nicolas Boukhrief, Regie Yourek Dury, ist einer über das „Davonlaufen vor Verantwortung“, das notierte ich noch während ich schaute. Dann korrigierte ich zum „perfekten Mord“, aber letztlich stand im Notizbuch nur „Lebenslügen“. Unbewußt passen die drei Begriffe zur Dreiteilung des Films: er beginnt 1999 in einem kleinen Städtchen in den belgischen Ardennen, dann wird 15 Jahre weitergesprungen, daraufhin noch einmal drei Jahre. Erst dann ist die Lebenslüge perfekt.
Der Text spoilert den Film. Drei Tage und ein Leben (Film) weiterlesen

The Ritual – neuer Exorzismus-Film

„The Ritual“ ist ein bald in die Kinos kommender Exorzismusfilm von David Midell mit Al Pacino in der Hauptrolle (schon mit eigener Wikipedia-Seite). Der Trailer sieht ziemlich gut aus…
Man sollte den Film nicht mit dem gleichnamigen mit Anthony Hopkins verwechseln.

Nun habe ich dazu noch ein interessantes Detail bei TechKrams gelesen: Es soll eine weitere Verfilmung des Schicksals von Emma Schmidt sein (1882-1941), zu der es unter dem Pseudonym „Anna E(c)klund“ ja bereits mindestens einen Film gibt: Der Exorzismus der Anna Ecklund aus dem Jahr 2016. Der ist aber nicht sooo gut geworden; ich habe ihn mit ** von fünf Sternen bewertet.

Die Wikipedia hat einiges an Infos zu Emma Schmidt, von der man sagt, ihrer sei der best-dokumentierte Exorzismus-Fall in den USA.

Hoffen wir, daß Midell, von dem ich keine vorherigen Filme kenne, eine deutlich bessere Umsetzung des Stoffes schafft.

The Exorcism (Film)

The Exorcism ist ein Horrorfilm von Mark Alexandre Fortin und Joshua John Miller (auch Regie) mit Russell Crowe in der Hauptrolle. Er ist 2024 erschienen; und ich finde es auffällig, daß die deutsche Wikipedia-Seite dazu sehr knapp gehalten ist (WikipediaENG). Aufgrund Crowes Mitwirken muß sich der Film natürlich mit „The Pope’s Exorcist“ (2023) messen lassen, den ich bereits mit *** als mittelmäßig bewertet habe. Jetzt fällt leider ein weiterer Stern weg: ** für diesen unterdurchschnittlichen Film, den Crowe nicht retten kann.

Der Text spoilert den Film.
The Exorcism (Film) weiterlesen

Immaculate (Film)

Der Text spoilert den Film!

Immaculate ist so etwas wie Jurassic Park für Arme. Für die Absicht, irgendwie so ein Gore-Fest abzudrehen, muß eine abstruse Hintergrundgeschichte herhalten, die zudem noch wenig überzeugend umgesetzt wurde, weil, wie ich vermute, sich das Team hinter dem Film nicht wirklich mit der katholischen Kirche auskannte. Immaculate (Film) weiterlesen

Cookie Consent Banner von Real Cookie Banner