The Crow 2024 ist nicht der schlech­te­ste Film des Jah­res

… son­dern des “gan­zen Jahr­tau­sends”. Das meint David Hain vom Chan­nel BeHaind, des­sen Vide­os zu dem, was in den Kinos pas­siert, mir immer sehr gefal­len. “Beschä­mend schei­ße” fin­det er das Remake des Klas­si­kers – hier fin­det sich das Video.

The Crow (2024) … floppt

Das Remake floppt mit “kata­stro­pha­lem Start­er­geb­nis” (Blairwitch.de)

Der Regis­seur des Ori­gi­nals macht sich über die Neu­ver­fil­mung lustig: «Viel­leicht kön­nen sie den Strei­fen ja an irgend­wel­chen Film­schu­len unter­brin­gen, damit die Stu­den­ten ler­nen kön­nen, wie man einen Film ganz sicher NICHT macht. Die Kinos wer­den ihre Kopien nach dem Wochen­en­de jeden­falls nicht mehr län­ger benö­ti­gen» (Blairwitch.de)

Für das Slant Maga­zi­ne fühlt sich der Film wie eine “wheel-spin­ning exer­cise” an: lesens­wer­ter Review.

(And there’s a lot of scha­den­freu­de in good ol’ Rush.) 😊

Dif­fe­ren­ces bet­ween great­ness and not

Ich ver­wei­se hier auf einen sehr lesens­wer­ten Arti­kel im Den of Geek zu den Unter­schie­den der Ori­gi­nal-Ver­fil­mung von The Crow aus dem Jahr 1994 und dem “Remake” aus dem aktu­el­len Jahr.

Zitat: “The Crow (2024) is a stran­ge amal­ga­ma­ti­on of influen­ces and styl­es that never blend.”

The Crow 2024 – Trai­ler-Kri­tik

Nun ist ein mit drei Minu­ten lan­ger Trai­ler da, der einen (faden) Vor­ge­schmack auf den Film gibt. Die Kri­tik, die ich bis­her gese­hen habe, ist zu gro­ßen Tei­len nega­tiv.

Schau­en wir mal über den Trai­ler:

Shel­ly wird nun von einer schwar­zen Frau ver­kör­pert; Eric ist über und über täto­wiert und erin­nert an einen Gang­sta-Rap­per. Pas­send dazu schei­nen die bei­den sich in einer Art Gefäng­nis oder Sucht­the­ra­pie (pink geklei­de­te Grup­pe am Anfang) ken­nen­ge­lernt zu haben. Unter dem oben ver­link­ten Trai­ler kom­men­tiert E_Crypto: “In the ori­gi­nal, Eric looks like he plays gui­tar for Nine Inch Nails. In the reboot, Eric looks like he raps on Sound­Cloud.”
Eric sieht hier im Grun­de so aus wie die Typen, die im Ori­gi­nal sei­ne Wider­sa­cher waren.

Die Umge­bung kommt nicht an die Düster­keit und “Gothic-Atmo­sphä­re” der Stadt im Ori­gi­nal her­an. In einer Bespre­chung des Trai­lers von Movie­pi­lot wird gera­de auf die­sen Umstand hin­ge­wie­sen: Im Ori­gi­nal war es so gut wie immer Nacht, die Stadt war schmut­zig, nicht so das Paar Eric und Shel­ly, die eine rei­ne, roman­ti­sche Lie­be aus­strahl­ten.

Shel­ly wird in Nah­auf­nah­me von einem wei­ßen Mann erwürgt. Es fällt auf, daß 34 oder mehr der Wider­sa­cher der bei­den (alte) wei­ße Män­ner sind – oder, wie bei 1:52, eine sehr hell­häu­ti­ge Frau vom Typ “KZ-Wäch­te­rin”.
Gruß an die Film­för­de­rung. (Des­we­gen scheint es auch bei die­sem neu­en Film kein ‘whitefacing’ für Eric zu geben.)

Eric kommt nach dem Tod in einer Art Fabrik­hal­le (?) offen­bar ohne Begräb­nis sofort zurück, wäh­rend ein CGI-Krä­hen­schwarm ihn umfliegt – kei­ne ein­zel­ne, schön insze­nier­te Krä­he, die am Grab­stein klopft, um den Toten auf­zu­wecken.

Er beginnt sei­nen Rache­feld­zug, den er bei 1:38 mit sof­ter, unpas­sen­der Stim­me ankün­digt: “I’m gon­na kill them…”

Da erin­nern wir uns doch ger­ne an Bran­don: “They are all dead, they just don’t know it yet.”

Ich para­phra­sie­re: Die­ser Film ist tot, die Macher haben es nur noch nicht bemerkt.

The Crow 2024

Ich habe hier schon kurz über den “Reboot” des Film-Fran­chises berich­tet. Was weiß man jetzt schon mehr? Die Haupt­rol­le wird Bill Skarsgård spie­len, der vie­len als ‘Pen­ny­wi­se’ bekannt sein dürf­te. Ich ken­ne ihn nicht, bzw. nur aus ‘Arn – Der Kreuz­rit­ter’, mei­ne aber, daß er – nur optisch – sehr gut als Eric durch­ge­hen wird.
Ich sehe gera­de, daß es u.a. beim Sonic Sedu­cer erste Fotos von Eric und Shel­ly gibt – das sieht sehr viel­ver­spre­chend aus.

Und der Film soll 7.6.24 in die (US) Kinos kom­men – lt. Hig­hOn­Films.

Bis dahin kann man sich natür­lich auch den Comic von James O’Barr – die Film­vor­la­ge – mal zu Gemü­te füh­ren. Inter­es­san­tes Detail: O’Barrs Freun­din wur­de in einem Unfall von einem betrun­ke­nen Auto­fah­rer getö­tet. Der Autor trat den US Mari­nes bei, war u.a. in Ber­lin sta­tio­niert, sag­te aber spä­ter, daß die Arbeit an The Crow (ab 81, 89 erst­ver­öf­fent­licht) ihm nicht gehol­fen habe, das Trau­ma zu ver­ar­bei­ten (Wiki­pe­dia).

Die Wiki-Sei­te zum Remake schil­dert aus­führ­lich den schwie­ri­gen Wer­de­gang die­ser Neu­ver­fil­mung seit 2007.

Die 15 besten Hor­ror­fil­me – für mich

Weil es so schön in den “Spook­to­ber” paßt, habe ich die für mich 15 besten (wich­tig­sten) Hor­ror­fil­me auf­ge­li­stet. Bei dem, was Hor­ror ist, gehe ich mit den Aus­füh­run­gen von “Old Guy” (auf You­tube) kon­form: Hor­ror ist nicht ‘alles, was Angst macht’, son­dern Hor­ror muß zum einen ein über­na­tür­li­ches Ele­ment ent­hal­ten, zum ande­ren das Gefühl von Hilf­lo­sig­keit ange­sichts unkon­trol­lier­ba­rer Mäch­te dar­stel­len (ggf. ins Video schau­en, er erklärt das umfas­sen­der). Damit sind – in mei­ner Liste – z.B. alle Ali­en-Fil­me raus (die ich im übri­gen sehr mag), alle Thril­ler wie ‘Silence of the Lambs’, Slas­her-Fil­me oder rei­ne post-apo­ka­lyp­ti­sche Sze­na­ri­en. Zom­bies hin­ge­gen wür­den pas­sen, habe ich aber weg­ge­las­sen, genau­so wie alle Fil­me zum The­ma Exor­zis­mus. Nuff said…

Die Fil­me sind chro­no­lo­gisch sor­tiert. Die kur­ze Beschrei­bung spoi­lert den Inhalt mehr oder weni­ger. Die 15 besten Hor­ror­fil­me – für mich wei­ter­le­sen

McDo­well – Cold Moon over Baby­lon (Roman)

Die­se Kurz­be­spre­chung des Hor­ror­ro­mans ent­hält weni­ge Spoi­ler (wei­te­rer Hin­weis vor letz­tem Absatz).

Man kann McDo­wells Erzähl­stil so beschrei­ben: oft setzt er einen all­wis­sen­den Erzäh­ler ein, der dem Leser Din­ge beschreibt, die die Per­so­nen des Romans nicht wis­sen. Der Autor schreibt ganz klar kei­nen Kri­mi, denn der auf­merk­sa­me Leser weiß früh, wer für die drit­te tote Per­son ver­ant­wort­lich ist. Die Moti­ve des Täters, sei­ne Über­le­gun­gen, die Taten zu ver­tu­schen – alles wird spä­ter auf­ge­deckt. War­um ist das so? Weil McDo­well die­ser Klar­heit das para­nor­ma­le Ele­ment sei­nes Romans gegen­über­stellt, das er sehr gut in der Wei­se kaschiert, daß er Sin­nes­täu­schun­gen beschreibt, bei denen zunächst unklar ist, ob nur die kon­kre­te Per­son sie erlebt, oder ob sie als eigen­stän­di­ge Phä­no­me­ne wahr­zu­neh­men sind.  McDo­well – Cold Moon over Baby­lon (Roman) wei­ter­le­sen

The Crow – Reboot 2024

Einer mei­ner abso­lu­ten Lieb­lings­fil­me – The Crow – bekommt lt. Caschys Blog einen “Reboot”, d.h. er wird/wurde neu ver­filmt. Bei der Wiki­pe­dia ist die Sei­te schon als “The Crow (2024)” online.

Mein erster Gedan­ke: kann nicht gut­ge­hen. Ich habe ein spe­zi­el­les Ver­hält­nis zu The Crow, den ich drei Jah­re nach Release 1997 zum ersten Mal gese­hen habe. Damals war eine Bezie­hung zu Ende gegan­gen, die mich mit einer Mischung aus Erleich­te­rung (“end­lich vor­bei”) und Sehn­sucht (“wo fin­de ich end­lich die pas­sen­de Part­ne­rin?”) zurück­ge­las­sen hat­te. Und auf die­sem Set­ting setz­te The Crow mit der tra­gi­schen Geschich­te um Eric und Shel­ly auf. (Unsterb­li­che) Lie­be und Rache ver­mi­schen sich in der Per­son des von den Toten zurück­ge­kehr­ten Eric, der die Gang-Mit­glie­der eins nach dem ande­ren aus­schal­tet – bis er wie­der im Tod mit Shel­ly ver­eint ist.
Ich hat­te damals so eine Art “emo­tio­nal over­flow” beim Schau­en – der Film hat mich auf ver­schie­de­nen Ebe­nen getrig­gert.

Gespannt bin ich auf den Trai­ler, der ver­mut­lich schon das Set­ting, die Kame­ra­füh­rung usw. erken­nen läßt. Bin gespannt, wer­de mich über­ra­schen las­sen, aber um an die iko­ni­sche Ver­fil­mung von 1994 ran­zu­kom­men, bedarf es schon Fein­ge­fühl.

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