Alte Grä­ber

In Nürn­berg wird aktu­ell die Aus­gra­bung auf dem „größ­ten Pest­fried­hof Deutsch­lands“ been­det: mehr als 2000 Indi­vi­du­en wur­den hier im 17. Jahr­hun­dert bestat­tet – even­tu­ell wird man bis zu 3000 Tote fin­den, deren Gebei­ne dann unter­sucht wer­den sol­len.

In der Tür­kei hin­ge­gen hat man im Rah­men der Aus­gra­bun­gen in der jung­stein­zeit­li­chen Stadt Çem­ka Höy­ük das Grab einer (ver­mu­te­ten) Scha­ma­nin gefun­den. Die Frau war mit etli­chen Tier­kno­chen bei­gesetzt wor­den; signi­fi­kant ist jedoch die Grab­plat­te, die im Glau­ben der Men­schen die Frau ver­mut­lich dar­an hin­dern soll­te, als „Wie­der­gän­ge­rin“ zu erschei­nen. Die Frau im ca. 12000 Jah­re alten Grab soll zwi­schen 25 und 30 gewe­sen sein. Wo genau der Bezug zur „Vam­pir-Scha­ma­nin“ ist – also jen­seits der Stein­plat­te – bleibt unklar (klingt aber gut).

Lea­ve this world behind

Hier ist es gera­de ruhig. Das hat ver­schie­de­ne Grün­de, u.a. ein gesund­heit­li­cher Aspekt, der Cor­ri-May und mich der­zeit beschäf­tigt und ein wenig aus dem Gleich­lauf bringt. Alles läuft gera­de nicht so rund, die Arbeit nervt extrem – und ich habe irgend­wie kei­ne Lust aufs Stel­la Nomi­ne Festi­val am näch­sten Wochen­en­de (u.a. wegen Woh­nen im Ort, statt Cam­pen, also mit lan­gem Anmarsch oder Fahrt in ver­mut­lich über­füll­ten Shut­tles).

Wie oft in sol­chen Pha­sen zieht es  mich in vir­tu­el­le Wel­ten – Com­pu­ter­spie­le. Das ist in den letz­ten andert­halb Jahr­zehn­ten deut­lich weni­ger gewor­den, so along the lines of “das fas­zi­niert mich nicht mehr”, “die kön­nen mich nicht mehr in ihre Rea­li­tät hin­ein­zie­hen”. Lea­ve this world behind wei­ter­le­sen

Erster Athe­ner Fried­hof

Im Juni 2024 haben haben Cor­ri-May und ich den “Ersten Athe­ner Fried­hof” (Πρώτο Νεκροταφείο Αθηνών) besucht, der sich öst­lich des Alt­stadt­zen­trums und süd­lich an das Vier­tel Mets anschlie­ßend befin­det (Goog­le Maps).

Ich woll­te mich viel inten­si­ver mit dem Fried­hof beschäf­ti­gen, viel mehr Zeit dort ver­brin­gen und mehr foto­gra­fie­ren, aber … Wäh­rend wir im son­sti­gen Athen so gut wie kei­ne Pro­ble­me mit Stech­mücken hat­ten, fie­len die klei­nen Bie­ster hier über uns her. Schon schräg, wenn das nur auf einem Fried­hof pas­siert. Wäre ja ein Motiv für einen Tier-Hor­ror­film… 😉
Aber dadurch muß­ten wir (wegen Cor­ri-Mays All­er­gie) den Besuch dra­stisch kür­zen, so daß ich lei­der nur weni­ge Bil­der habe. (Viel­leicht kann ich in den näch­sten Jah­ren noch­mal vor­bei­schau­en, wenn ich durch Athen nach Pirä­us fah­re, um eine Fäh­re zu den Inseln zu neh­men.)

Der Fried­hof wur­de in den Jah­ren ab 1834 noch außer­halb des Stadt­ge­län­des ange­legt, ist nach wie vor in Nut­zung, heu­te aber von den süd­öst­li­chen Gebie­ten der Mil­lio­nen­stadt Athen umringt. Erster Athe­ner Fried­hof wei­ter­le­sen

Zwi­schen­stand

Lie­ber Abon­nent, ja, hey du, du bist gemeint, du ein­zi­ger unter tau­sen­den poten­ti­el­len Abon­nen­ten, der mir von Feed­ly als ‘Sub­scri­ber’ des Blogs ange­zeigt wird.
Schön, daß du da bist. Da bin ich nicht mehr allein… Zwi­schen­stand wei­ter­le­sen

Neo­li­thi­sches ‘Untoten’-Grab

In Sach­sen-Anhalt wur­de ein beson­de­res Grab aus der Jung­stein­zeit, ver­mut­lich Glocken­be­cher­kul­tur, aus­ge­gra­ben, bei dem erkenn­bar ist, daß die Bei­ne des Leich­nams mit einem 50kg schwe­ren Stein fixiert wur­den, um den Toten am ‘Zurück­kom­men’ hin­dern zu kön­nen. Soll­te die vor­läu­fi­ge Datie­rung stim­men, wür­de es sich um das älte­ste, in Deutsch­land gefun­de­ne Grab mit einer von der Norm abwei­chen­den Bestat­tungs­sit­te han­deln. Mehr bei The Histo­ry Blog.

Per­sön­li­che Musik­ge­schich­te, Teil 5

Pau­se vor­bei! Amphi 2017

Dies ist der fünf­te Teil einer klei­nen Über­sicht über Musik und Events der Schwar­zen Sze­ne, die mir wich­tig waren und sind, und auf die ich aus mei­nem Blick­win­kel schaue. (Tei­le die­ser Rei­he: 1, 2, 3, 4).

Im letz­ten Bei­trag schrieb ich von den “unauf­fäl­li­gen Jah­ren”. Natür­lich waren die nicht wirk­lich unauf­fäl­lig, weil sich bei mir so eini­ges getan hat, das in die­sem Blog the­ma­tisch nicht oder aller­höch­stens am Ran­de abge­deckt wird. Aber zwi­schen 2011 und 2016 war ich wohl am wei­te­sten von “der Sze­ne” weg in die­sem Zeit­raum seit Anfang der 1980er, den ich hier beschrei­be.
[So war ich z.B. 2015 über 800km zu Fuß in Nord­spa­ni­en auf dem Jakobs­weg unter­wegs…]

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Geiß­ler: Lust an der Unter­wer­fung – revi­si­ted

frreepik.com - 18+Bit­te beach­ten: Im Sin­ne des Jugend­schut­zes wei­se ich dar­auf hin, daß hier sen­si­ble Inhal­te eines Medi­ums (Film, Serie, Buch) bespro­chen wer­den. Der Text soll­te ab Voll­jäh­rig­keit gele­sen wer­den.

34 Jah­re nach der Lek­tü­re des “Frau­en beken­nen sich zum Maso­chis­mus” unter­ti­tel­ten Wer­kes habe ich noch ein­mal ein Exem­plar anti­qua­risch gekauft und gele­sen. Was macht die Lek­tü­re mit mir heu­te? Geiß­ler: Lust an der Unter­wer­fung – revi­si­ted wei­ter­le­sen

Die­ses Blog in 2024

Der Titel die­ses Bei­tra­ges war eigent­lich “Rush into 2024”. Es ging dar­um, was ich sze­ne­mä­ßig und für das Blog für das kom­men­de Jahr pla­ne.

Letzt­lich muß ich mir aber ein­ge­ste­hen, daß das Blog mit gerin­gen Zugriffs­zah­len vor sich hin­düm­pelt, so daß jeder Bei­trag, jede Bild­aus­wahl und ‑bear­bei­tung immer die Fra­ge auf­wirft: wozu? Und: was könn­te ich sonst in die­ser Zeit machen?

Goog­le wird von mir mit jedem neu­en Bei­trag “von Hand gefüt­tert”. Die Sei­ten im Index sind von 70 auf 47 geschrumpft, wei­te­re über 1600 Seiten/Keywords igno­riert Goog­le trotz mehr­fa­chen Ansto­ßens einer “Über­prü­fung”. Ein Punkt ist hier mög­li­cher­wei­se die gerin­ge Ver­netzt­heit des Blogs – ich bin selbst kaum in Foren unter­wegs, wo in jeder Signa­tur der Link zu fin­den wäre, kom­men­tie­re kaum in ande­ren Blogs. Klar, man fin­det mein Blog über die Goog­le-Suche mit ca. 50 Ergeb­nis­sen und (bes­ser) über Bing (ca. 700), aber man muß schon sehr kon­kret suchen. Die­ses Blog in 2024 wei­ter­le­sen

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