pho­to­phor – no music for the masses

Auf das Album “Der Wahn als Metho­de” von Anfang 2025 folg­te nun ’no music for the masses’, im März 26 ver­öf­fent­licht. Auf pho­to­phor bin ich auf­merk­sam gewor­den, weil das Duo aus Kate und Asch mir letz­tes Jahr auf Insta­gram folg­te. Kurz haben wir uns beim Stel­la Nomi­ne getrof­fen und ein paar Wor­te gewech­selt.
Trans­pa­renz: das Album ist kein kosten­lo­ses Rezen­si­ons­exem­plar, es wur­de von mir gekauft.

Das Album mit einer Lauf­zeit von unge­fähr einer Drei­vier­tel­stun­de beinhal­tet 11 Lie­der. Der dyna­mi­sche Ein­stieg mit “Der Jugend beraubt” erscheint wie eine Erin­ne­rung an das erste Album mit Sprech­ge­sang und Aschs domi­nan­ter Stim­me. Unklar bleibt, wer sei­ner Jugend beraubt wur­de, da die benutz­ten Ver­ben (ver­kauft, gequält, miß­braucht…) viel­deu­tig sind und sich nicht aus­schließ­lich auf ‘Jugend’ bezie­hen. Viel­leicht ist es aber ‘die Jugend’ all­ge­mein, die gemeint ist – die Jugend als Lebens­ab­schnitt, domi­niert von einer kal­ten Welt der Erwach­se­nen, von Erwach­se­nen auch als Tätern. pho­to­phor – no music for the masses wei­ter­le­sen

The world we knew has chan­ged

Eine Spinne in ihrem Netz“The world we knew has chan­ged
but we have to arran­ge.
The stron­gest rocks will crack
but the­re is no way back.
Not­hing worth any­mo­re
the things that we ado­re.
Our rules dis­ap­pear -
feel the upco­ming fear. (…)

They can’t destroy our past
our memo­ries will last.
What we are living for
does­n’t mat­ter any­mo­re.
We stay nevert­hel­ess
don’t lose self­con­cious­ness.”

[pho­to­phor, New Order]

Der Exor­zist – die Neu­auf­la­ge

Wir wis­sen nun, daß die Neu­auf­la­ge des klas­si­schen Exor­zist-Films im Früh­jahr 2027 in die Kinos kom­men soll. Ich habe in zwei Bei­trä­gen das The­ma schon kurz ange­ris­sen: Johans­son soll es rei­ßen und Wie wei­ter mit dem Exor­zi­sten?

In Kür­ze reka­pi­tu­liert: David Gor­don Green soll­te eine Tri­lo­gie dre­hen, wovon er nur The Exor­cist: Belie­ver umge­setzt hat, der im Grun­de ein Flop war und von mir auch nega­tiv rezen­siert wur­de. Blum­hou­se und Green haben sich dann getrennt; nun soll Mike Fla­na­gan aus den zwei “offe­nen” Film­pro­jek­ten offen­bar die eine “rich­ti­ge” Neu­fas­sung des Exor­zi­sten dre­hen.

Ich hat­te mich schon über Fla­na­gan aus­ge­las­sen, der mich mit Mid­night Mass eher schockiert hat, s. Wie kraß geht Kir­chen­haß? Vor die­sem Oeu­vre hal­te ich Fla­na­gan nicht für den Ide­al-Regis­seur für den Exor­zi­sten.

War­ten wir ab – ist ja noch ein Jahr hin.

Hell Hou­se (Mathe­son)

Richard Mathe­sons Roman aus dem Jah­re 1971 über ein Spuk­haus in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten ist ein Klas­si­ker der Hor­ror­li­te­ra­tur. Laut Titel der Kind­le-Aus­ga­be soll Ste­phen King gesagt haben: “Hell Hou­se is the sca­riest haun­ted hou­se novel ever writ­ten.”

Schau­en wir mal. Ich muß ein biß­chen spoi­lern, las­se aber Details und das Ende aus. Hell Hou­se (Mathe­son) wei­ter­le­sen

Dark Tou­rism oder: Die Fahr­leh­rer-Gesell­schaft

Ich hat­te mich auf den Neu­start des Schwarz­ge­sagt-Pod­casts Anfang 2026 gefreut und war dann zunächst posi­tiv über­rascht vom The­ma: ‘dunk­le’ Rei­se­zie­le. Wäh­rend ich noch mit­no­tier­te, was im nähe­ren Aus­land besu­chens­wert ist, stock­te ich beim The­ma Pri­pyat (Gei­ster­stadt nahe des explo­dier­ten Reak­tors in Tscher­no­byl) und dann bei einem mei­ner Schwer­punkt-The­men hier im Blog, dem Aoki­ga­ha­ra-Wald in Japan.

Wäh­rend zu Anfang kurz bereits der Begriff ‘Dark Tou­rism’ gefal­len war, was ich neu­tral auf­nahm, wur­de die­ser in der Fol­ge zu einer Nega­tiv-Chif­fre mit Betrof­fen­heits-Allü­ren umman­telt. Bei Pri­pyat ging es vor allem um das Leid der eva­ku­ier­ten Men­schen, was zu Spe­ku­la­tio­nen dar­über führ­te, ob man dort foto­gra­fie­ren dür­fe – mit beson­de­rer Beto­nung der ‘Sel­fies’. Dürf­te man dort denn ein Sel­fie machen? Die­se Aus­füh­run­gen sind so —- (hier stan­den ver­schie­de­ne For­mu­lie­run­gen, die mir alle zu offen­siv erschie­nen) – sagen wir, in Betrof­fen­heit schwel­gend.  Dark Tou­rism oder: Die Fahr­­leh­­rer-Gesel­l­­schaft wei­ter­le­sen

Unsterb­lich gut: die besten Vam­pir­fil­me

Man kann sagen: Vam­pi­re altern nicht, aber sie ver­än­dern ihr Gesicht – zumin­dest auf der Kino-Lein­wand. Seit Murnaus Nos­fe­ra­tu ist die Gestalt des (Film-) Vam­pirs zu einem Abbild mensch­li­cher Äng­ste und viel­leicht auch Sehn­süch­te gewor­den. Mal war er die per­so­ni­fi­zier­te Pest, mal der ele­gan­te Ver­füh­rer, mal der eher melan­cho­li­sche Out­si­der.

In mei­ner Liste, einer Mini­mal-Aus­wahl aus den über 500 Fil­men, in denen Dra­cu­la laut Guin­ness-Buch der Rekor­de (2015) vor­kommt, will ich die Wer­ke her­vor­he­ben, die mir als die Mei­len­stei­ne erschei­nen. Der Vam­pir im Film – vom expres­sio­ni­sti­schen Schat­ten zur moder­nen Düster­nis heu­te.  Unsterb­lich gut: die besten Vam­pir­fil­me wei­ter­le­sen

Ghost Sto­ry (P. Straub)

„Ghost Sto­ry“, erschie­nen 1979, ist einer der bekann­te­sten Hor­ror­ro­ma­ne, aber auch ein ziem­li­cher Brocken von Umfang und Inhalt her. Wer rein vom Titel her meint, es han­de­le sich um eine klas­si­sche Gei­ster­ge­schich­te, liegt falsch.
(Ich spoi­le­re den Hin­ter­grund ein wenig, nicht die Iden­ti­tät des Bösen und die Auf­lö­sung des Romans.)
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Aoki­ga­ha­ra (11) – Ki no umi / Meer aus Bäu­men (Film)

Trig­ger-War­nung! Der Text behan­delt auch das The­ma Sui­zid / Selbst­tö­tung. Wenn das für Dich ein Pro­blem ist: bit­te nicht lesen!
Hier gibt es eine Vor­be­mer­kung zu die­sen Tex­ten.

Der Film des japa­ni­schen Regis­seurs Tomoy­u­ki Taki­mo­to (geb. 1966) aus dem Jah­re 2004, “Ki no umi” (Meer aus Bäu­men / Sea of Trees), ist ein Spiel­film, der die Geschich­ten von meh­re­ren Per­so­nen mit dem Aoki­ga­ha­ra ver­webt. Der zwei­stün­di­ge Film ist sehr kom­plex und gera­de in der japa­ni­schen Ver­si­on mit sub­op­ti­ma­len eng­li­schen Unter­ti­teln zum Teil schwer zu ver­ste­hen. Es geht – um das zuerst zusam­men­zu­fas­sen – dar­um, wie Men­schen im Umfeld des Fuji und Aoki­ga­ha­ra leben, und wie ihre Schick­sa­le zum Teil tra­gisch inein­an­der­grei­fen. Aoki­ga­ha­ra (11) – Ki no umi / Meer aus Bäu­men (Film) wei­ter­le­sen

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