Was bringt 2026?

Wie­der ein­mal ist ein Jahr zu Ende. Es gehört irgend­wie zu die­ser “dunk­len Zeit” dazu, mit Erwar­tung, mit Fra­gen auf das kom­men­de Jahr zu schau­en. Im frü­he­ren “Volks­glau­ben”, der z.T. auf ger­ma­ni­sche Gebräu­che zurück­ging, war das eine Zeit “zwi­schen den Jah­ren”, die Rauh­näch­te, in denen man auch Weis­sa­gung betrieb. Ich will etwas pro­sa­ischer auf 2026 blicken…

Fan­gen wir an mit dem, das nicht geht:

Wie das Stel­la Nomi­ne hat sich ein ande­res klei­nes Festi­val eta­bliert, das “LucyFair’s Gar­den”. Lei­der liegt des­sen Ter­min exakt in unse­rer übli­chen Urlaubs­zeit, so daß wir 26 nicht dabei sein kön­nen – und somit auch Ste­ve vom Pod­cast Schwarz­ge­sagt nicht als “platt­düt­schen Mode­ra­tor” erle­ben dür­fen.

(Dafür ist im April ein Mesh-Kon­zert in Köln hin­zu­ge­kom­men.)

Im Juni wird es end­lich wie­der – nach der kurz­fri­stig im Vor­jahr abge­sag­ten Par­ty – die “Castrum Nigra”, die schwar­ze Par­ty­nacht auf der Ehren­burg an der Mosel, geben. Die Tickets dafür sind seit dem Früh­som­mer 25 bereits im Vor­ver­kauf – aktu­ell dürf­ten sie fast (?) aus­ver­kauft sein, zumin­dest war die Ver­an­stal­ter-Anga­be bereits im Sep­tem­ber fürs Wochen­end­ticket 90% und nur Sams­tags­kar­te 85% ver­kauft. Wochen­end-Ticket? Auch das ein Novum: es geht schon am Frei­tag­abend mit 400 Per­so­nen los – “Pre-Par­ty”.

Im Juli dann “20 Jah­re Amphi-Festi­val” – ein High­light mit einem schon jetzt erstaun­lich guten Künst­ler-Ange­bot, s. Line-Up. Head­li­ner sind VNV Nati­on und Eis­bre­cher. Ich freue mich rie­sig auf The Explo­ding Boy, dann Rue Ober­kampf, Dia­ry of Dreams, Para­dox Obscur, noch­mal Assem­bla­ge 23, VNV Nati­on, noch­mal Mono Inc., Whis­pers in the Shadow…

Cor­ri May wird dann mit Freun­din­nen nach Wacken fah­ren; ich “brau­che” das nicht. Viel­leicht kann ich sie zu einem Gast-Bei­trag über­re­den.

Nach jet­zi­gem Stand wer­den wir uns im Anschluß in Nord­deutsch­land für das M’era Luna tref­fen. Auch da ist das bis jetzt bekann­te Ange­bot an Bands ziem­lich gut; ich freue mich auf Lacri­mo­sa (hof­fent­lich mit guten Neu­ig­kei­ten zu Anne Nur­mis Krank­heit), OMD, Flo­or Jan­sen, noch­mal L’­me Immor­tel­le, The 69 Eyes, Vel­ja­nov, Diora­ma, Then Comes Silence, Prin­ci­pe Vali­en­te…

Dann ist eine Woche Pau­se, bevor wir “natür­lich wie­der” zum Stel­la Nomi­ne Festi­val (“The Blackest One”) nach Tor­gau in Sach­sen fah­ren. Hier ist noch nicht so viel über die Künst­ler bekannt, aber ich freue mich sehr auf Then Comes Silence und Night in Athens (waren 2025 aus­ge­fal­len); und die Gol­den Apes sind nun wohl auch dabei. Als (ein) Head­li­ner wur­den Kata­to­nia bestä­tigt, eine seit 1991 bestehen­de, schwe­di­sche “Dark-Metal”-Band. Am 3. Advent kam Anti­mat­ter als Ankün­di­gung hin­zu. Wir erle­ben also erneut, daß der vom Metal kom­men­de Ver­an­stal­ter sein Goth-Publi­kum mit sei­nem favo­ri­sier­ten Gen­re in Berüh­rung brin­gen will. Für mich hat das mit Clouds 2024 gut funk­tio­niert, mit den Metal-Bands 2025 nicht so. Nach jetzt zwei Stun­den Kata­to­nia-Hören den­ke ich eher an Pink-Floyd und über­le­ge, im Hip­pie-Kostüm zu kom­men. (Ich kann nicht ganz ver­schwei­gen, daß ich so eine Art inne­re Abwehr­hal­tung auf­baue, wenn ich spü­re, daß jemand mei­nen Musik­ge­schmack beein­flus­sen will, sagen wir es mal so.)
Zwi­schen­zeit­lich wur­den auch Fun­ker Vogt ange­kün­digt, aber das ist für mich wie­der so eine Band, die ich Ende der 90er, Anfang der 2000er sehr moch­te, mit denen ich aber heu­te nichts mehr ver­bin­de. Heißt: Beim SN gibt es für mich per­sön­lich noch gro­ße Stei­ge­rungs­mög­lich­kei­ten von der Band­aus­wahl her.

Das ist – wie auch in den frü­he­ren Jah­ren – erst­mal eine gro­be Über­sicht. Das eine oder ande­re Kon­zert wird sicher noch hin­zu­kom­men.

Die grö­ße­ren Events, v.a. das M’era Luna mit sei­nen lan­gen “Lauf­strecken”, haben mir auch wie­der mal gezeigt, wie wich­tig es gera­de dann ist, wenn man auf die 60 zugeht, sich fit­zu­hal­ten. Hier muß ich defi­ni­tiv einen Tacken zule­gen. Und dann ist da doch auch so eine Art Des­il­lu­sio­nie­rung, wenn ich auf die fest­ge­leg­ten Eck­punk­te des Jah­res 2026 schaue: läuft wie­der alles wie immer, alles vor­her­seh­bar. Neu­es ist nicht dabei, aber mir fal­len schon ein paar Din­ge ein, die ich ger­ne machen wür­de, z.B. das Pra­gue Gotik Tref­fen mal besu­chen – oder den Out of Line Weeken­der – lei­der auch ter­min­lich schlecht.
Beruf­lich bin ich mit täg­lich 8–10 Stun­den kurz vor Weih­nach­ten ziem­lich auf dem Zahn­fleisch gelau­fen. Das wird zum Start ins neue Jahr nicht anders sein. Aber viel­leicht packe ich das mal in einen eige­nen Bei­trag.

Der näch­ste Bei­trag im Rah­men mei­ner “per­sön­li­chen Musik­ge­schich­te”, die Nr. 6, ist in Arbeit, wird aber nicht wie geplant bis zum Jah­res­en­de fer­tig wer­den – ich ver­mu­te, das wird “1. Quar­tal”.

In die­sem Sin­ne: Euch einen guten Start ins Neue Jahr!

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