Erin­ne­rung: Aoki­ga­ha­ra Arti­kel­se­rie

Ich möch­te kurz an mei­ne Arti­kel-Serie zum Aoki­ga­ha­ra jukai, dem soge­nann­ten Sui­zid-Wald in Japan erin­nern. Bit­te immer zuerst die Vor­be­mer­kung lesen, in der ich auf das The­ma Sui­zid ein­ge­he. (Jede Unter­sei­te ver­weist zunächst auf die­se Vor­be­mer­kung.)

Es gibt zudem eine Neu­ig­kei­ten-Sei­te, auf der ich ganz aktu­ell ein in Ent­wick­lung befind­li­ches Com­pu­ter­spiel (Silent Road) vor­ge­stellt habe, s. Punkt 11 dort.

Eine über­sicht­li­che Auf­li­stung aller bis­he­ri­gen Bei­trä­ge fin­det sich hier.

Mid­night Mass (Serie) – wie kraß geht Kir­chen­haß?

Ich bin auf den Regis­seur Mike Fla­na­gan über die For­set­zung des Exor­cist-Fran­chises gekom­men: Fla­na­gan soll das Ruder von Green über­neh­men, des­sen Exor­cist: Belie­ver flopp­te. Län­ge­re Zeit hat­te ich schon Mid­night Mass auf der Watch­list auf Net­flix, und habe mir die Serie nun kon­kret vor dem Hin­ter­grund ange­se­hen, daß dar­in katho­li­sche Kir­che und Vam­pi­ris­mus the­ma­ti­siert wer­den, und daß Fla­na­gan den kom­men­den Exor­zi­sten-Film dre­hen soll. Wird das gut­ge­hen? Was als ein­fa­che Fra­ge gedacht war, ver­zerr­te sich zur Aus­sa­ge: “Bloß nicht Fla­na­gan!”

Ja, ich will zu Mid­night Mass fra­gen, wie kraß, wie bös­ar­tig Kir­chen­kri­tik sein kann oder darf. Den Inhalt der Serie set­ze ich als bekannt vor­aus, spoi­le­re also ab jetzt hem­mungs­los. 😉 Mid­night Mass (Serie) – wie kraß geht Kir­chen­haß? wei­ter­le­sen

The Haun­ting of Bly Man­or (Serie)

Daß HBM – “Spuk in Bly Man­or” – eine Serie ist (Wiki­pe­dia, Net­flix 2020, Nach­fol­ge-Serie zu Haun­ting of Hill Hou­se), scha­det m.E. der Erzäh­lung. Ich habe mit Seri­en oft das Pro­blem, das Wolf­gang M. Schmitt in Die Film­ana­ly­se schil­dert: Seri­en sind auf­grund ihrer Län­ge Zer­streu­ung, Fami­li­en­er­satz, vor allem aber Zeit­ver­schwen­dung. Vir­tuo­si­tät, so Schmitt, ist die Beschrän­kung auf das Wesent­li­che. Im Ide­al­fall soll­te man als Zuschau­er die Hin­ter­grün­de in Minu­ten ver­ste­hen, wäh­rend man bei Seri­en oft erst nach vie­len Fol­gen einen Durch­blick hat – talk about Bly Man­or.

Doch zuerst das Posi­ti­ve: Mike Fla­na­gan hat die auf Kurz­ge­schich­ten von Hen­ry James basie­ren­de Serie gut, atmo­sphä­risch ver­filmt. Als Zuschau­er erle­ben wir den Haupt­teil der Geschich­te fokus­siert auf das ame­ri­ka­ni­sche Au-Pair-Mäd­chen Dani­elle, das 1987 als Kin­der­mäd­chen für die Kin­der Flo­ra und Miles in Bly Man­or enga­giert wird. Koch, Haus­häl­te­rin, Gärt­ne­rin und das Au-Pair bil­den die Kern­trup­pe im Her­ren­haus. (Der fol­gen­de Text spoi­lert das Seri­en­en­de!)
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Pen­ny Dreadful (Serie)

Manch­mal fra­ge ich mich, ob ich signi­fi­kan­te Pha­sen mei­nes Lebens irgend­wo in einem Par­al­lel­uni­ver­sum ver­brin­ge… Wie konn­te mir denn Pen­ny Dreadful (PD) ent­ge­hen!? Da sto­ße ich jetzt zufäl­lig auf die Serie von 2014, weil alle drei Staf­feln bei iTu­nes im Ange­bot sind.

Ich weiß nicht, kennt ihr das? Man sucht bei Net­flix, aber alles, was “HEU­TE heiß in Ger­ma­ny” ist, moti­viert mich nach 2 Minu­ten dazu, abzu­schal­ten. Und dann kommt so ein Knal­ler wie PD, fes­selt mich an den Bild­schirm. Und das Gefühl der “Dank­bar­keit”: etwas gefun­den zu haben, das man mag. Pen­ny Dreadful (Serie) wei­ter­le­sen

Wed­nes­day (Net­flix)

Die glo­rio­se ‘Addams Fami­ly’ ist für mich immer unter dem Radar geflo­gen. Ja, da gab es die Schwarz-Weiß-Serie aus den 60ern, von der ich ein paar Sen­dun­gen in den 70ern gese­hen habe, ohne daß mich das begei­stert oder gefes­selt hät­te – viel­leicht war ich zu jung. Natür­lich konn­te ich so auch nichts über die spä­te­ren Kino­fil­me wis­sen. Aber Wiki­pe­dia hilft wei­ter… Da schau her: es begann schon in den 1930ern, als der Zeich­ner Charles Addams eine exzen­tri­sche Fami­lie mal­te und sie dem Ide­al der ame­ri­ka­ni­schen Klein­fa­mi­lie gegen­über­stell­te. Addams habe mor­bi­den Humor gehabt, weiß der Wiki­pe­dia-Schrei­ber­ling. Es folg­te die TV-Serie, die ab 1970 auch in Deutsch­land aus­ge­strahlt wur­de, s.o.
1991 wur­de mit dem Spiel­film ‘Addams Fami­ly’ von Bar­ry Son­nen­feld nach­ge­legt, 1993 und 1998 folg­ten zwei wei­te­re, danach Ani­ma­ti­ons­fil­me. Wed­nes­day (Net­flix) wei­ter­le­sen

DAH­MER: Mon­ster (TV-Serie)

frreepik.com - 18+Bit­te beach­ten: Im Sin­ne des Jugend­schut­zes wei­se ich dar­auf hin, daß hier sen­si­ble Inhal­te eines Medi­ums (Film, Serie, Buch) bespro­chen wer­den. Der Text soll­te ab Voll­jäh­rig­keit gele­sen wer­den.

 

10. und letz­te Fol­ge der Net­flix-Serie – Jef­frey Dah­mer erhält im Gefäng­nis Besuch von sei­nem Vater. Nach einem Gespräch über dies und das sowie Dah­mers Wunsch, sich tau­fen zu las­sen, fragt er sei­nen Vater sinn­ge­mäß: Wirst du mir je für das, was ich tat, ver­ge­ben kön­nen? Lan­ge Nah-Ein­stel­lung auf das Gesicht des Vaters, bis das „Ja, ich wer­de dir ver­ge­ben“ kommt.

Ich bin selbst Vater zwei­er Söh­ne. Oft habe ich mich in die­sen Vater Dah­mer hin­ein­ver­setzt, weil es für einen Vater – für Eltern – das Schlimm­ste ist, wenn das eige­ne Kind zum Mas­sen­mör­der und Kan­ni­ba­len wird. 17 Men­schen ermor­de­te Dah­mer, zer­stückel­te sie, aß zum Teil ihr Fleisch, alles in dem Wunsch, sie „kon­trol­lie­ren“ und „bei sich behal­ten“ zu kön­nen. Kann man – als Vater – die­sem Mann – Sohn – ver­ge­ben?

Es war aus­ge­rech­net mein jün­ge­rer Sohn, der mich auf die Serie bei Net­flix auf­merk­sam mach­te. Er schaue da etwas über einen Mas­sen­mör­der, das sehr gut nach­voll­zieh­bar gefilmt sei. Man bekom­me einen guten Ein­blick in die Gefühls­welt die­ses Man­nes. DAH­MER: Mon­ster (TV-Serie) wei­ter­le­sen

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