Nacht­volk

Was bedeu­tet die Nacht für mich? Fas­zi­na­ti­on – seit ich ein klei­ner Jun­ge war. Beim Nach­den­ken fal­len mir ver­schie­de­ne Sze­nen aus mei­ner Kind­heit ein.

Da ist der Auf­bruch zur Fahrt in den Urlaub mor­gens um 4 Uhr. Ich ste­he als klei­ner Jun­ge im dunk­len Hof und schaue in den Him­mel, wo eine Unzahl von Ster­nen leuch­tet. Das hat­te ich so noch nie gese­hen. Ich kann mei­nen Blick kaum abwen­den und rufe zum Opa, der uns vom Fen­ster ver­ab­schie­det: “Opa, schau mal, die gan­zen Ster­ne!” Die Sze­ne ist wie ein­gra­viert in mei­ne See­len­land­schaft. Nacht­volk wei­ter­le­sen

Ohne­welt

Nacht.
Im flackern­den Licht der letz­ten Ker­ze.

Thessaloniki, Abend, Hafen, Lichter
Her­ein­bre­chen­de Nacht, Thes­sa­lo­ni­ki

Du bist fort.
In Unord­nung zer­streut.
Gedan­ken wie Ver­gan­gen­heit, ein Abend Aben­de.
In Erin­ne­rung eine ohn­mäch­ti­ge Geste.
Radio lebt – wie dein Duft im Kis­sen.
Auf­räu­men im Kopf, im Zim­mer -
besei­ti­gen vor dem Mor­gen,
der mit unheil­vol­lem Licht blen­det. Ohne­welt wei­ter­le­sen

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