Nach­wuchs in der Gothic-Sze­ne? (MDR)

Der MDR behan­delt in einem Audio-Kurz-Fea­ture (ca. 3,5 Min.) die Fra­ge, wie es um den Nach­wuchs der Gothic-Sze­ne steht. Auf dem Cam­ping-Gelän­de beim WGT macht man die Fest­stel­lung: da sind Eltern und ihre (jun­gen) Kin­der, aber Jugend­li­che sieht man nicht. Die Inter­view-Schnip­sel mit Gothics schwan­ken zwi­schen Gal­gen­hu­mor und “Ist-halt-so” mit Hin­wei­sen auf das “Ster­ben der Club-Sze­ne” usw.
Der Wis­sen­schaft­ler Mar­kus Tau­schek weist kurz dar­auf hin, daß die Sze­ne in den 80ern eine “jugend­li­che Ver­ge­mein­schaf­tung” war, wohin­ge­gen es heu­te kei­nen Gothic-Jugend­trend gebe.
Alles nett und kurz, kann man sich anhö­ren, aber neu­es wird man nicht fin­den.

M’era Luna 2025 – das Jubi­lä­um (?)

M’era Luna 2025

Das M’era Luna 2025 ist Geschich­te. Wir haben das Wochen­en­de genos­sen, schnell Kar­ten für 2026 ergat­tert – und zum Glück auch ein “Wagenburg”-Ticket (ehem. WoMo) bekom­men. Die Geschich­te, mei­ne Geschich­te des ML25, ist noch zu schrei­ben – für Euch, für die­ses Blog. Ich kom­me auf 24 MLs seit 2000, somit wäre 2025 nur das kalen­da­ri­sche Jubi­lä­um. Sagt das auch was über Orga und Ablauf des Events?

Da wir ein paar Tage Urlaub im schö­nen Osten machen, um mor­gen dann ins Stel­la Nomi­ne – The Blackest One zu star­ten, dau­ert der Bericht noch etwas. Er ist vor­ge­schrie­ben, aber die Bild­be­ar­bei­tung ist auf lang­sa­mem Note­book nicht so dol­le. Und ich muß noch am Text fei­len; bei eini­gen Din­gen bin ich mir noch unsi­cher, wie ich es for­mu­lie­re.
Plan ist: Mon­tag, 18., oder Diens­tag, 19., kommt zumin­dest der Bericht für den Frei­tag.

Dann fol­gen Sams­tag und Sonn­tag und gegen Ende der Woche der Bericht vom Stel­la Nomi­ne – wenn wir die ange­kün­dig­ten 36°C auf frei­em Feld über­le­ben…

Bil­der zwi­schen­durch gibt es auf Insta. Rush out.

Dunk­les Spiel

Dunk­les, frem­des Zim­mer,
flackern­der Ker­zen­schim­mer,
des­sen Schein im Stil­len sich in Schat­ten bricht,
dort, wo eine Frau Beschwö­rungs­for­meln spricht.

Ihre schlan­ken Fin­ger lie­gen
einem klei­nen Gla­se auf. Ver­schwie­gen
starrt gebannt sie auf den Kreis
aus­ge­leg­ter Buch­sta­ben in rei­nem Weiß -
und auf ihre lei­se hin­ge­hauch­te Bit­te
fängt das Gläs­chen gleich­sam lei­se in der Mit­te
jenes Tisches an zu rücken, und geheim­nis­voll,
unauf­halt­sam, unheil­voll,
schreibt ein Wort es zum Erken­nen.
Plötz­lich schmerzt in ihren Augen sie das Bren­nen,
eisig ist der Schau­er, der das Böse ihr ver­heißt -
denn sie kennt nicht die­sen Namen, kennt nicht die­sen Geist!

Inne­hält das Glas, der Ruhe unsicht­ba­re Span­nung kni­stert
und die Frau in kaum beherrsch­ter Furcht nun flü­stert,
fragt, wer er im Namen Got­tes sei.
Eine blei­che Ahnung drängt mit Schmerz her­bei.

Mit dem ‘S’ beginnt das Glas in raschen Zügen ohne Zwei­fel,
‘welch ein Glück’, denkt sich die Frau, ‘mit­nich­ten ist’s der Teu­fel!’
Bebend fra­gen ihre Lip­pen: ‘Ob ich ihn wohl kenn’?’
Ruhig schreibt das Glas ihr: S – a – t – a – n.

[© Rush / V. Wag­ner]

 

{Das soll sich in den spä­ten 1980ern in einem klei­nen Ort am Mit­tel­rhein so zuge­tra­gen haben, erzähl­te mir eine Frau, die ihre Hand an besag­tem Glas hat­te. Wer beweg­te das Glas? Die­se in allen Hor­ror­fil­men so span­nen­de Fra­ge: hier konn­te sie nicht beant­wor­tet wer­den, die drei Frau­en bra­chen das Expe­ri­ment ab.
Der Ursprungs­ti­tel des Gedichts war “Einen ken­ne ich” in Anleh­nung an die erste Zei­le aus Cle­mens Bren­ta­nos Gedicht “Der Feind”.}

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