Neu­ig­kei­ten kurz vor­ge­stellt

Der WDR prä­sen­tiert eine Über­sicht mit dem Titel “Gothic und Waver” i.S. von Erin­ne­run­gen an die schwar­ze Sze­ne im Ruhr­ge­biet. Der Schwer­punkt liegt auf dem heu­te 71-jäh­ri­gen DJ Klaus Mär­kert, der sei­ner­zeit im Zwi­schen­fall auf­leg­te, heu­te noch im Bahn­hof Lan­gen­dre­her. Der WDR zitiert ihn mit: “Ich bin froh, dass es die Hard-Core-Gruf­ties von frü­her so nicht mehr gibt. Dann brau­che ich nicht immer nur The Cure und Sisters of Mer­cy spie­len.”

“Immer nur”, so den­ke ich, ist auch nicht nötig, weil die Sze­ne sich natür­lich wei­ter­ent­wickelt. Ich fin­de aber, eine gute Play­list muß eben auch die Klas­si­ker ent­hal­ten, denn dar­über erfolgt ja die Rück­bin­dung oder auch Rück­be­sin­nung der Sze­ne auf sich und ihre Anfän­ge. Ich has­se nichts mehr, als DJs, die ihre sophi­sti­ca­ti­on dadurch zum Aus­druck brin­gen wol­len, daß sie nur Zeugs spie­len, das ich gar nicht ken­ne. Ich bin da “age-locked” – und könn­te den gan­zen Abend zu einer Klas­si­ker-Play­list abfei­ern. 

Dann ist da ein Arti­kel des eng­li­schen Inde­pen­dent: man postu­liert, die “Gen Z” (gebo­ren ca. 1997–2010) habe Goth zurück­ge­bracht: “Ed Power inve­sti­ga­tes what goth looks like in the 2020s – and why it’s back now.”
Dabei geht man auf neue Musik ein (Hör­tip: Heart­worms – Glut­ton For Punish­ment), die z.T. vom Pop beein­flußt, aber den Anfän­gen treu ist; man erwähnt das auch opti­sche Revi­val auf­grund von Seri­en wie Wed­nes­day oder dem Film Beet­le­juice Beet­le­juice.
Zitat: “While the 1980s are regard­ed as its glo­ry years, the gen­re has always bubbled away in the back­ground, like an intro­vert at a par­ty. In the 1990s, it acqui­red a cyber­punk aes­the­tic with The Matrix and the future-shock music of Nine Inch Nails while retai­ning a dark and mise­ra­ble core.”

Noch ein­mal geht es um die Gene­ra­ti­on Z, dies­mal beim Stern. Dort schreibt man über eine Kin­sey-Stu­die auf der Basis der Dating-App Feeld. Man fand her­aus, daß die Gen Z mit nur “drei­mal Sex pro Monat” weit unter Gen X oder den Mil­len­ni­als liegt – dafür aber auf dem Level der Ü60-Baby­boo­mer. 😉
ABER: BDSM sei das “new nor­mal” bei jedem 2. Ver­tre­ter der Gen Z. Wer’s glaubt…

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