Stel­la Nomi­ne 2026 – Don­ners­tag

Stella Nomine 26 Bühnenhintergrund

Stella Nomine PlakatUnser drit­tes Stel­la … Unpro­ble­ma­ti­sche Anfahrt vom Rhein an die Elbe. Wie im letz­ten Jahr haben wir am Vor­tag einen Stell­platz ca. eine hal­be Stun­de süd­lich von Tor­gau genutzt, sind dann am Don­ners­tag­mor­gen um kurz nach 9 Rich­tung Enten­fang gefah­ren. Auto­schlan­ge auf der Zufahrt bis zur Bun­des­stra­ße; wir paß­ten gera­de mit dem Van noch dahin­ter. 

War­ten, dann Auf­fahrt auf den spä­te­ren Tages­park­platz, der jetzt für lan­ge Schlan­gen zum Zwi­schen­par­ken der Anrei­sen­den genutzt wur­de. Hier stau­te es sich, und wir stan­den deut­lich über eine Stun­de. Das hat­te v.a. damit zu tun, daß nach der schnell und effi­zi­ent arbei­ten­den Bänd­chen­aus­ga­be jedes Auto auf Glas­fla­schen gecheckt wur­de. Das war das Nadel­öhr, das für das War­ten gesorgt hat. Aus dem Auto neben uns wur­de ein Kasten Flens kon­fis­ziert… Sagen wir so: die­se Kon­trol­le frißt Zeit und ist halb­her­zig – ich wür­de sie weg­las­sen und auf die Eigen­ver­ant­wor­tung der Besu­cher set­zen. Ande­re Lösung: nach 2‑lane Bänd­chen­aus­ga­be eine 4‑lane Kon­trol­le.

Dies­mal ein Stell­platz eher nahe an der Aus­fahrt und etwas wei­ter weg von der Büh­ne, aber trotz­dem gut; kei­ne so inter­es­san­ten direk­ten Nach­barn. 😉

Der Ver­an­stal­ter hat­te ja weni­ge Tage vor dem Festi­val ange­kün­digt, eine „Band vom Camp“ sol­le am Don­ners­tag eröff­nen. pho­to­phor boten sich in den Kom­men­ta­ren erneut an und beka­men eini­ge Likes. Beim Sound­check mein­te ich kurz, das Ope­ning aus „Lonely in a crowd“ zu hören und zog mir vol­ler Vor­freu­de mein pho­to­phor-Shirt an; nor­ma­ler­wei­se bin ich nicht mehr so ein ‚Fan­boy‘ *hust*.

Aber es kam – LEI­DER – anders, der Herr Rich­ter kün­dig­te Ash­ma­chi­ne als Ope­ner an, ein Elek­tro-Solo-Pro­jekt mit oft gegrowl­ten Vocals. Konn­te man sich gut anhö­ren, aber bei mir war die Ent­täu­schung groß. Was sprach gegen pho­to­phor, die immer­hin mit ihrem aktu­el­len Album Platz 1 der Alter­na­ti­ve Album Charts in D erreicht haben? Das wäre ein Mehr­wert fürs Festi­val gewe­sen!

Daher hier ein­ge­floch­ten: ich habe die Ehre und Erlaub­nis, dar­auf hin­wei­sen zu kön­nen, daß es Anfang 2027 ein neu­es Album von pho­to­phor geben wird! Laut Asch wird es wie­der musi­ka­lisch viel­sei­tig, aber even­tu­ell ein wenig ruhi­ger vom Gesamt­ein­druck. Ich bin gespannt! Und: hört mal in no music for the masses rein.

Im Anschluß die erste regu­lä­re Band, Oh Madon­na, ein Elec­t­ro-Duo mit ein­gän­gi­ger Musik mit oft melan­cho­li­schem Unter­ton – gut hör­bar.
Neben­bei Mar­co aus W. ken­nen­ge­lernt und uns län­ger unter­hal­ten. Grü­ße!

Wir haben uns dann gegen Kon­trast und für Essen ent­schie­den, sind zum Auto zurück, haben etwas gegrillt, wäh­rend wir anhand des jubeln­den Publi­kums merk­ten, daß uns da wohl ein guter Auf­tritt ent­geht. Aber: wir haben K. schon vor zwei Jah­ren beim Stel­la gese­hen, und mir gefällt die 90er-Ver­si­on von Ein­heits­schritt sowie­so bes­ser als die ‚moder­ni­sier­te‘.

Für Black Nail Caba­ret wie­der vor die Büh­ne – eben­falls zuletzt auf dem Stel­la live gese­hen.
Eme­se Arvai-Illes kam mit einer Mas­ke auf die Büh­ne, die mich an die Mes­mer-Cha­rak­te­re aus dem Spiel Guild Wars erin­ner­te. Es wur­den min­de­stens zwei lan­ge tran­ci­ge Stücke gespielt, dann wie­der Elek­tro (New Wave lt. Web­sei­te) mit pop­pi­gem Ver­schnitt. Sehr schön. Die Sän­ge­rin lob­te das Stel­la als „Old-School Festi­val“, auf dem man sehr ger­ne auf­tre­te. Einer mei­ner besten Ein­drücke vom Festi­val, auch wenn ich BNC sonst nicht höre.

Es folg­ten Rea­per, bevor das Pro­jekt Alles Schwarz die Büh­ne als Head­li­ner betrat. Das ist der m.W. erst­ma­lig beim WGT 26 auf­ge­tre­te­ne Zusam­men­schluß aus Oswald Hen­ke (Goe­thes Erben), Luci van Org (Luci­na Sotei­ra), Tobi­as Sie­bert (Klez.e), Vic­tor Hil­de­brand (Unfar­ben) und Maris­ka von Wald­stet­ten, die einen dunk­len Post-Punk, so wür­de ich das nen­nen, spie­len, weni­ger Dark Wave, manch­mal etwas fol­kig, der von den fünf Stim­men die­ser Musiker*innen getra­gen wird. Man wech­sel­te ver­sier­te die Instru­men­te, Hen­ke spiel­te auf dem Xylo­phon, das war eine fas­zi­nie­ren­de, gehalt­vol­le Show. Da ich sonst kei­ne Musik der Mit­glie­der von Alles Schwarz höre, kann ich zu den Titeln nur ver­mu­ten, daß es sol­che der jewei­li­gen Bands waren, die nun hier gemein­sam prä­sen­tiert wur­den. Ein poe­ti­scher Auf­tritt, auch mit gespro­che­nen Über­lei­tun­gen von Maris­ka von Wald­stet­ten. Scha­de nur, daß so ein Pro­jekt, bei des­sen Auf­tritt man kon­zen­triert zuhö­ren muß(sollte), immer Zuschau­er moti­viert, sich laut mit­ein­an­der zu unter­hal­ten. Komisch, selbst beim Stel­la gibt es Leu­te, die dann ein­fach stö­ren.

Der Orga­ni­sa­tor hat­te für 22:15 und 22:45 zwei Über­ra­schun­gen ange­kün­digt. Wäh­rend wir die Zwei­te nicht mehr mit­be­ka­men, han­del­te es sich bei der Ersten um den Kurz­film „Für Eli­se“, der über 17 Minu­ten eine tra­gi­sche Geschich­te erzählt. Da Cor­ri-May fror und nicht mehr gut ste­hen konn­te, schau­ten wird den Film lei­der nicht zu Ende. Fil­me­ma­cher ist René Tröltzsch; hier ein Arti­kel der Gie­sse­ner Zei­tung.
Lei­der ist der Kurz­film online nicht zu fin­den; ich hät­te ihn gern in Ruhe ganz geschaut.

Es folg­te eine ruhi­ge Nacht. 🙂

Stella Nomine Camp at night

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