Gedich­te

1986 begann ich aus der schu­li­schen Beschäf­ti­gung mit „Eng­lish Poet­ry“ her­aus, Gedich­te zu schrei­ben. Säu­ber­lich tipp­te ich auf der alten Schreib­ma­schi­ne mei­nes Opas alles ab. Par­al­lel dazu las ich zur Lyrik-Theo­rie, und in den fol­gen­den Jah­ren war mein Ein­tau­chen in die (v.a.) deut­sche Lite­ra­tur inten­siv. Wie E. Jün­ger schreibt, so war es auch bei mir: “Der Mensch wird zwar erzo­gen, aber er bil­det sich selbst. So kommt es auch, daß der Reiz des Ler­nens uns so oft erst auf­geht zu einer Zeit, in der wir fähig sind, unser eige­ner Leh­rer zu sein.” [Aben­teu­er­li­ches Herz (Klett-Cot­ta, 1987)]

Mein Schrei­ben war ein Ven­til. Es beglei­te­te mich durch meh­re­re Bezie­hun­gen – und plötz­li­che Anfäl­le von „Ver­liebt­sein“ –, auch durch ein abge­bro­che­nes Stu­di­um und die Ablö­sung vom Eltern­haus. Aus vie­len Tex­ten spricht ein melan­cho­li­sches, ver­wun­de­tes Selbst­bild.  Es gab eine Zeit, da trug ich immer die Taschen­buch­aus­ga­be von Tra­kls Gedich­ten mit mir her­um. „A qua­li­ty of igno­rance, self-decep­ti­on may be neces­sa­ry to the poet’s sur­vi­val.” [Jim Mor­ri­son, ‘under­wa­ter­fall’]

Inten­siv habe ich unge­fähr zwi­schen 1986 und 1992 geschrie­ben. Als „Out­put“ kamen ca. 200 Gedich­te und Pro­sa­tex­te zustan­de. Nur weni­ge Tex­te sind deut­lich jün­ger.

Hier im Blog wer­de ich eini­ge aus­ge­wähl­te Tex­te ein­stel­len, die a) heu­te noch und b) in die­sem Rah­men für mich Gül­tig­keit und Aus­sa­ge­kraft haben.
Ich mer­ke, daß mich das Schrei­ben immer noch reizt, aber mir oft – wie beim Lesen der Tages­nach­rich­ten – die Wor­te feh­len – oder ich nicht mehr in der Lage bin, für die erspür­ten Emo­tio­nen noch die rich­ti­gen Wor­te zu fin­den. Manch­mal ist es wie ein Abge­stumpft­sein, für das das Aus­spre­chen oder gar Notie­ren eines Sat­zes schon zuviel Kraft­auf­wand ist.

Man­che Tex­te wer­den mit einer Anmer­kung ver­se­hen. Ich habe auf Jah­res­an­ga­ben ver­zich­tet, weil ich z.T. auch in alten Tex­ten für die Ver­öf­fent­li­chung hier oder da ein, zwei Wor­te umstel­le, strei­che oder ergän­ze. Was hier steht, ist also das, was ich heu­te mei­ne.

Durch die Ver­öf­fent­li­chung hier im Netz kön­nen die Tex­te natür­lich kopiert und ander­wei­tig ver­wen­det wer­den. Ich bit­te dar­um, “© Rush / V. Wag­ner” anzu­ge­ben mit Link zum Blog – und mich kurz zu benach­rich­ti­gen.

Die­se Tex­te habe ich bis­her online gestellt:

  1. Eis­blu­men
  2. Ohne­welt
  3. Laken so weiß
  4. Nacht­volk
  5. Ich faß­te dei­ne Hand
  6. Ich wan­der­te heu­te
  7. Sonn­tag­abend, ver­klin­gend
  8. Mit lee­ren Augen kam ich heim
  9. Umhül­len­der Hauch
  10. Betet mit mir
  11. Die Hei­li­ge Nacht
  12. Heim­fin­den
  13. Zug­fahrt in den Süden
  14. Kein Kampf heu­te nacht
  15. es fun­kelt von dei­nem Ohr der Tod
  16. Ging durch gefro­re­nen Wald
  17. Salz­burg
  18. An Jims Grab
  19. Spie­gel­bild
  20. Dunk­les Spiel

 

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