M’era Luna 2026 – Frei­tag

Eingang zum Infield, M'era Luna 2026

Impression Hauptbahnhof Frankfurt am MainZum M‘era Luna ging es für mich in die­sem Jahr erst­ma­lig mit der Bahn, denn Cor­ri-May war ja zuvor mit dem Van in Wacken, so daß wir uns in Hil­des­heim getrof­fen haben. Die Bahn­fahrt, RE bis Frank­furt, dann ICE, war erstaun­lich ereig­nis­los, wenn man von dem leich­ten, kli­mage­kühl­ten Urin­duft im RE abse­hen konn­te.

Wir fan­den in Hil­des­heim einen Stell­platz für die Nacht auf Frei­tag und sind dann um 5:45 Rich­tung „Wagen­burg“ gefah­ren. Vor dem letz­ten Krei­sel bereits Stau – nichts ging mehr. Ein Poli­zist regel­te ein­sam und allein den Ver­kehr, aber zum Glück wur­den wir nicht an der Links­ab­bie­ger-Kreu­zung vor­bei auf eine „Ehren­run­de“ geschickt. Gegen 7:15 waren wir auf dem Gelän­de und beka­men von einer Ord­ne­rin einen Platz an der Start­bahn qua­si zuge­wie­sen. Die Ver­kehrs-Ord­ner möch­te ich loben, das schien die­ses Jahr run­der als vor­her zu lau­fen. Ich hör­te wie eine Lei­te­rin die­ser Ord­ner sag­te: „läuft – wir haben gute Vor­ar­beit gelei­stet.“
Ande­rer­seits ist jemand von unse­rem Nacht-Stell­platz genau 15 Minu­ten vor uns auf­ge­bro­chen – und war 1,5 Stun­den spä­ter erst im WoMo-Bereich, weil er auf die besag­te „Ehren­run­de“ hin­ter dem Krei­sel nach Nor­den geschickt wur­de, bevor man von der Pra­xis abging. Es gibt, so den­ke ich, kei­nen „sweet spot“ für die rich­ti­ge Anrei­se – außer nicht zu spät zu kom­men…

M'era Luna - leerer Zeltplatz
Ruhe vor dem Sturm

Auf­ge­baut, uns sor­tiert, dann mal eine Run­de über den WoMo-Bereich gedreht und auch einen Bekann­ten getrof­fen, der noto­ri­scher “Don­ners­tags-Anrei­ser” ist. Die­ses Jahr sei man auf­grund der 200€ Stra­fe nur mit zwei statt vier Autos am Vor­abend ange­reist, also wei­ter­hin 400€, die man durch gut 40 (!) Leu­te teilt. Aber es sei wenig los gewe­sen, das heißt, die 200€ schei­nen doch etli­che Leu­te abge­schreckt zu haben. Auch mein Ein­druck war, daß beim Ein­fah­ren in die ‚Wagen­burg‘ weni­ger Fahr­zeu­ge bereits vor Ort waren.
Auf dem Platz, wo wir die Nacht über stan­den, war auch eine Frau mit Wohn­mo­bil, die ihren Sohn abends „rein­ge­schickt“ hat­te, der dann wei­te­re 4 Plät­ze ‚clai­men‘ soll­te. So geht das halt auch: 200 durch 5 geteilt tut dann nicht mehr so weh.
Mit wem man auch spricht, oft wird gesagt: Plät­ze abstecken und nume­rie­ren sowie vor­ab feste Platz­num­mern als WoMo-Ticket ver­kau­fen, so daß man anrei­sen kann, wann man will, weil der gebuch­te Platz frei ist. Fän­de ich auch gut. Zumal der Platz im WoMo-Bereich ja auch wei­ter­hin von Zel­tern genutzt wird, die bei ihren Freun­den (mit Wagen) sein wol­len. Letzt­lich waren auch in die­sem Jahr nicht genü­gend Plät­ze vor­han­den, so daß wie­der die Start-Lan­de­bahn zuge­stellt wer­den muß­te, was für eine mit gro­ßen Fahr­zeu­gen anrücken­de Feu­er­wehr ein Pro­blem wäre.

Man kann sagen, die „Wagen­burg“ war zwi­schen 10 und 11 Uhr voll… Im Gegen­satz zum Vor­jahr zir­ku­lier­ten am spä­ten Nach­mit­tag so gut wie kei­ne WoMos mehr auf dem Gelän­de, um einen Platz zu suchen.

Gegen Mit­tag Bänd­chen geholt – zwi­schen 12 und 13 Uhr prak­tisch kei­ne War­te­zeit. Auto ver­sorgt (Was­ser, Toi­let­te), Pau­se. Mal zum Bereich vor dem Ein­gang gepil­gert, aber die Schlan­gen am Merch haben uns abge­schreckt. Ein Bier und ein biß­chen den Blick schwei­fen las­sen.

Rush beim Black Dinner, M'era LunaAb 18 Uhr fand das Black Din­ner statt, zu dem wir uns mit Freun­den ange­mel­det hat­ten. Eine lan­ge Rei­he aus Tischen wur­de auf der Start­bahn pla­ziert. Ent­ge­gen der Ankün­di­gung, wenn ich mich rich­tig erin­ne­re, von ca. 60 Tischen, waren es 22. Mit Schmun­zeln stell­ten wir fest, daß vie­le die glei­chen schwar­zen Pla­stik­kel­che von Amazon/Temu/YouNameIt hat­ten. Orga­ni­sa­to­rin Mel­li begrüß­te alle, erklär­te die Regeln für die Prä­mie­rung der Tische und wies auf die Spen­den­ak­ti­on zugun­sten Regen­bo­gen e.V. (Kin­der-Krebs-Hil­fe, Hil­des­heim) hin. Letzt­lich kamen dabei fast 300€ zusam­men!

(Bild: Die Wed­nes­day-Ser­vi­et­ten wur­den uns geschenkt… 😐 )

Dann wur­de gemüt­lich diniert, man schau­te sich die ande­ren Tische an, über­leg­te, für wen man stim­men woll­te. Das war ein herr­lich ent­spann­ter Beginn des M‘era Luna. Immer wie­der blie­ben Leu­te ste­hen und schau­ten sich die lan­ge Tafel an.

Black Dinner M'era LUnaNega­ti­ver Ein­druck: wir hat­ten mit Freun­den zwei Tische als einen i.S.d. Wer­tung kom­bi­niert. Die­se Freun­de hat­ten eine Art natur­ori­en­tiert-neu­heid­ni­sche Gestal­tung mit grü­ner Tisch­decke, einem gro­ßen Wur­zel­stück und Kri­stal­len. Da kamen doch tat­säch­lich „tole­ran­te Schwar­ze“ hin­ter uns vor­bei, die das kom­men­tier­ten mit: „Guck mal, alles schwarz und die mit der grü­nen Tisch­decke – wie assig!“
Das war nicht der letz­te Berüh­rungs­punkt mit dem The­ma Sze­ne und Tole­ranz an die­sem Wochen­en­de.

Aber: Wir mach­ten mit die­ser Schwarz-Grün-Kom­bi den 5. Platz und erhiel­ten neben einem Mond-Puz­zle als Preis noch FKP-Scor­pio-Geträn­ke­mar­ken. Sehr nett! Die haben wir ganz „assig“ ver­sof­fen.

Noch erwäh­nens­wert: Der Auf­tritt der mythi­schen Sagen­ge­stal­ten der Schat­ten­welt Süd­harz mit ihren bedroh­lich wir­ken­den Kostü­men, die über die Start­bahn bum­mel­ten und auch dem Din­ner einen Besuch abstat­te­ten. Die waren letz­tes Jahr schon da, aber man hat­te gemun­kelt, das sei­en die Musi­ker von Hei­lung, was wohl nicht stimm­te.

Nach dem lan­gen Tag haben wir noch kurz am Wagen geses­sen und sind eher früh ins Bett. Lei­der hat­ten wir in die­sem Jahr kei­ne pas­sen­den “Nach­barn”, mit denen man mal ein biß­chen hät­te quat­schen kön­nen.

Die Nacht auf Sams­tag war die lau­te­ste (in unse­rer Wahr­neh­mung), aber selbst ohne Stöp­sel konn­te man gut schla­fen. Ande­re beschwer­ten sich aber über Schla­ger­mu­sik, die “mega-laut” mit­ten in der Nacht gespielt wor­den sein soll.

Zum Sams­tag (in Arbeit)

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