Laken so weiß

Laken so weiß wie der kal­te Mond
Schnei­dend die Käl­te der Nacht
doch da der Mor­gen

Eine Stra­fe mag kom­men
Kein kla­re­res Leben
doch Befrie­di­gung

Der wei­ße Skla­ve emp­fängt Frie­den
Lebt im blau­en Rausch
der sin­nen­ge­ge­ben

Ohne Frei­heit doch
Da die Wahl der Waf­fen ent­fällt
für ihn

[© Rush / V. Wag­ner]

{Der “wei­ße Skla­ve” bezieht sich nicht auf die grund­sätz­li­che Haut­far­be der Per­son, son­dern auf eine beson­ders hel­le Haut, die mit den wei­ßen Laken und dem Mond ein Trio bil­det. Ein leuch­ten­des Bild der Rein­heit, das kon­tra­stiert wird von den Begrif­fen Stra­fe und Waf­fen, wobei Waf­fen syn­onym mit ‘Instru­men­ten’ ist. Stra­fe, Waf­fen, Rausch und Befrie­di­gung wer­den mit dicken Pin­sel­stri­chen auf die wei­ße Lein­wand gemalt. Doch ein kla­re­res Leben bleibt unge­klärt. Der ‘wei­ße Skla­ve’ emp­fängt – zeit­lich begrenzt auf die Nacht (‘blau­er Rausch’, ‘doch da der Mor­gen’ – ‘da’ meint nicht, der Mor­gen sei da, son­dern ver­weist auf die Zukunft: ‘kein kla­re­res Leben’), ohne Frei­heit zu gewin­nen. Sucht er Frei­heit?}

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