Sta­ring eyes

“The only con­stant was his eyes. Sta­ring into them, I saw not­hing. No emo­ti­on. No huma­ni­ty. In every pho­to­graph, the eyes (…) were dark blanks that reve­a­led not­hing. A say­ing I’d heard long ago came to mind: When you sta­re into the abyss, the abyss also sta­res into you.

[R. Sager: Home Befo­re Dark]

(Fiel mir erst nach­träg­lich ein: klei­ner Ver­weis zum Gedicht Ich faß­te dei­ne Hand.)

Sonn­tag­abend, ver­klin­gend

Orange, Nacht
Nacht in Oran­ge

Sonn­tag­abend
ver­klin­gend.
Auf einem Park­deck über der Stadt
in der Lee­re dunk­len Gei­stes.
Wind streicht durchs Haar, zärt­lich,
unter Later­nen, die für nie­man­den leuch­ten.

In schwar­ze Wol­ken rei­chen
fein­glied­ri­ge, freund­li­che Anten­nen,
selig emp­fan­gend,
und Fern­se­her glü­hen hin­ter
prü­den Gar­di­nen
klei­ner, gel­ber Fen­ster.
Men­schen, dort ver­sun­ken,
ein­ge­pfercht.
Der Besuch wird nicht kom­men,
die Erlö­sung ist noch nicht bezahlt. Sonn­tag­abend, ver­klin­gend wei­ter­le­sen

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