Umhül­len­der Hauch

Buff, Morf, Amphi Festival, Fuck Corona

Umhül­len­der Hauch
aus Träu­men stei­gend
ver­strömt Hel­le im klei­nen Raum.
Wo – wich­ti­ge Gren­zen der Inte­gri­tät,
dahin­ter Ver­än­de­rung.

Hier läuft die Zeit zurück,
gefühl­voll, drau­ßen
über­fühlt.
Ich ken­ne die Welt da drau­ßen,
ich weiß um sie.

Es ist ein Bun­ker, in dem ich angst­voll sit­ze
mit Not­ra­tio­nen und auf­ge­setz­ter Mas­ke.
Und ich weiß nicht,
was genau die Kata­stro­phe war,
die mich aus­lud,
doch es ist schön,
nicht mehr dabei sein zu müs­sen.

© Rush AKA V. Wag­ner

 

[Das The­ma: was ist mei­ne Inte­gri­tät? Wo sind ihre Gren­zen, wer begeht Grenz­über­schrei­tun­gen? (M)Ein Aspekt ist: jen­seits der Gren­ze ver­än­dert sich alles, doch im Innen­be­reich läuft die Zeit rück­wärts: das Gefühl von Ver­lang­sa­mung ent­steht allein aus der Ruhe der Abge­schie­den­heit, des Getrennt­seins von dem, das mich ‘über­füh­len’, über­reizt wer­den ließ. Jen­seits der kon­kre­ten Bil­der geht es auch um Erfah­run­gen der Medi­ta­ti­on. Die wie­der­hol­ten Wor­te (drau­ßen, sit­zen) die­nen der Dar­stel­lung von etwas Zwang­haf­tem, sind qua­si Remi­nis­zen­zen der Außen­welt, die nun abge­legt wer­den kön­nen.]

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