Stel­la Nomi­ne 2025 – Don­ners­tag

Nach dem letzt­jäh­ri­gen Rund­um-Wohl­fühl-Erleb­nis “Stel­la Nomi­ne – The Blackest One” muß­ten wir in die­sem Jahr zurück­keh­ren. Somit haben wir SN und M’era Luna mit­ein­an­der – und ein paar Tagen Urlaub bei Mag­de­burg – ver­bun­den.

Von dort fuh­ren wir nach Leip­zig, um noch etwas im Cam­ping-Bedarf zu kau­fen. Letz­te Nacht dann in Mühl­berg an der Elbe, nur 30km von Tor­gau ent­fernt. Mor­gens kur­ze Anfahrt zur “Klei­nen Schwe­ster des WGT”, wie man­che sagen. Um 10 Uhr wur­de das Gelän­de des “Enten­fang” für die Anrei­se geöff­net, wir waren 10:30 da. Von Nor­den star­ker Rück­stau der Autos, wir hat­ten – von Süden kom­mend – Glück und konn­ten noch in die Zufahrt zum Enten­fang-Gelän­de ein­bie­gen. Ein Ord­ner kam an den war­ten­den Wagen vor­bei und bat um Bereit­hal­tung von 5€ Müll­pfand. Wir wur­den zum Tages­be­su­cher-Park­platz gelei­tet, wo man durch wild­west-arti­ges “Kreis­trei­ben” der Rin­der-äh-Fahr­zeu­ge den Rück­stau auf­fan­gen woll­te. Was wäre ein Orga­ni­sa­tor eines sol­chen Festi­vals ohne posi­ti­ven Blick? Tho­mas Rich­ter kam ans Auto­fen­ster, grüß­te uns und mein­te: “Alles gut, gleich ham­m’ers!”

Die Bei­fah­rer spran­gen dann am Bänd­chen­stand aus den Autos, hol­ten Bänd­chen, Müll­tü­ten, SN-Gum­mi­bä­ren, Infos – und ab ging es auf die gro­ße Wie­se, die mit Fahr­we­gen (und Holz­kreu­zen) abge­steckt war. Wir konn­ten in der “Stra­ße” direkt zu den Sani­tär­an­la­gen par­ken – gera­de 200m von der Büh­ne weg. Neben uns Bochu­mer, kur­zes Gespräch, Mit­hil­fe beim Ran­gie­ren eines Wohn­wa­gens. Mar­ki­se raus­dre­hen, Tisch und Stüh­le aus­packen, Gas auf­dre­hen – das Übli­che.

Neben­bei das Gespräch zum Mera Luna: Die Nach­barn fah­ren da nicht mehr hin, weil dort zuviel “Bunt­volk” sei. Man kon­zen­trie­re sich auf klei­ne­res Festi­vals. Letz­te­res war übri­gens ein The­ma vie­ler Gesprä­che: man ist die Rie­sen-Ver­an­stal­tun­gen leid, sucht wie­der “klei­ne Sze­ne”. So sag­te mir jemand, der bei allen SNs war: “Die ersten Jah­re waren wie die Früh­pha­se des WGT. Man kann­te sich.”

Die erste Band am Nach­mit­tag bei gut 35°C, Necro Fear, haben wir vom Camp aus gehört. Ich wür­de sagen: ein­gän­gi­ger Elek­tro. Erst zu Jacøb’s Fall waren wir vor der Büh­ne. Die spiel­ten Dark Rock, erin­ner­ten mich z.T. an Aeon Sable. Ein schö­nes Erleb­nis.

Hin zum Merch-Stand – lan­ge Schlan­ge. Ange­neh­me Gesprä­che – über­haupt: man spricht so viel mehr mit ande­ren Men­schen als beim Mera Luna. May­be it’s just me. Wie­der ein­mal Festi­val-Erin­ne­run­gen und ‑emp­feh­lun­gen aus­ge­tauscht. So hör­ten wir Scheit­an aus der Nähe, ohne den Auf­tritt zu sehen. Das war, ich wür­de sagen, melo­diö­ser (Death-)Rock. Ergat­tert haben wir zwei 2025er SN-Shirts und einen edlen Metall-Pin.

Auf Mila Mar hat­te ich mich sehr gefreut – und wur­de nicht ent­täuscht. Sehr inten­si­ver, fast medi­ta­ti­ver Auf­tritt; die Musik unter­malt von Video­auf­nah­men nor­di­scher Land­schaf­ten. Anke Hach­feld oft auch mit klei­ner “Scha­ma­nen­trom­mel”. Sehr schön das Anti-Kriegs-Lied zum Ende.

Für uns war dann “Essens-Aus­zeit” ange­sagt. Zurück zum Wagen, etwas gekocht und die Musik aus der Fer­ne genoss-äh, wahr­ge­nom­men. Denn: der Rush mag so Musik wie von Ago­noi­ze nicht.

Dann waren wir schon beim Head­li­ner des Don­ner­tags: die The-Cure-Cover­band “Four Ima­gi­na­ry Boys”. Lei­der klappt der Büh­nen­um­bau und das Set­up der Tech­nik nicht so gut, so daß die Band Zeit ver­lor: “Boys don’t cry” konn­te nicht als letz­ter Song gespielt wer­den. Man stieg ein mit der aktu­el­len Sin­gle “Alo­ne”, um dann für gut eine hal­be Stun­de lang­sa­me, m.E. unbe­kann­te­re, moder­ne­re Songs zu spie­len. Das fand ich schräg, weil The Cure sovie­le (alte) Hits haben, die man eine gan­ze Stun­de lang hin­ter­ein­an­der hät­te hän­gen kön­nen. So ging das Publi­kum auch erst rich­tig mit, als die­se Lie­der kamen: In-Bet­ween Days, Love­song usw. Wegen der Tech­nik-Pro­ble­me ende­te man mit “A Forest”.

Ich bin etwas unent­schlos­sen bzgl. sol­cher Cover-Bands. Klar, ich wür­de lie­ber das Ori­gi­nal sehen. Ande­rer­seits haben die Jungs ihre Sache gut gemacht. Aber ich ver­ste­he auch nicht, war­um man nur “ande­rer Leu­te Lie­der” covert, statt eige­ne Musik zu schrei­ben. Böse aus­ge­drückt: man hät­te die Songs auch über Box strea­men kön­nen <gdrvvf>.

Tho­mas Rich­ter ver­ab­schie­de­te das Publi­kum in die Nacht – “Nach­be­treu­ung” DJ-mäßig durch Bru­no Kramm. Es gab in die­sem Jahr kei­ne Mode­ra­ti­on des Festi­vals, was ich ange­neh­mer fand als im letz­ten Jahr: Rich­ter begrüß­te das Publi­kum vor der ersten Band am Mit­tag, ver­ab­schie­de­te es nach der letz­ten. Ich glau­be, Hoci­co wur­den sepa­rat als Head­li­ner ange­sagt, bin mir aber nicht sicher.

Cor­ri-May und ich sind zum Wagen zurück, dann in den “Wischi-Waschi-Bereich”, die Toi­let­ten- und Dusch-Wagen­burg. Den Wer­be­spruch des Betrei­bers die­ser Miet-Lösung wür­de ich so abän­dern:
Sind Sie in Not
Und woll’n sich waschen,
Schau’n Sie hin­ter die Wagen,
Ob man wech­selt die Fla­schen.

Voll ein­ge­seift unter der Dusche war das war­me Was­ser plötz­lich weg, es ström­te EIS­kal­tes Was­ser auf mich, weil man die Gas­fla­schen mal eben wech­sel­te. So hat­te ich mei­ne per­sön­li­che “eis­hei­li­ge Nacht” mit viel Flu­chen (das kann der Rush gut). Müde unter der Dusche, nach einem lan­gen Tag mit 36°, ist Eis­was­ser eher unero­tisch. 😂

Ruhi­ge Nacht dank Ohr-Ver­stöp­se­lung; ich glau­be, so ab 3, halb 4 war all­ge­mei­ne Ruhe.

Hier geht’s zum Frei­tag.

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