30 Minu­ten Span­nung vs. 100 Minu­ten Lan­ge­wei­le

Night Swim ist ein 2024er Hor­ror­film, der sehr gemisch­te Rezen­sio­nen erhal­ten hat – so 19% Tom­ato­me­ter bei Rot­ten Toma­toes. Inter­es­san­ter­wei­se basiert der Film auf einem 10 Jah­re alten Kurz­film, ist also auf Kino­film­län­ge auf­ge­plu­stert wor­den, was dem Film nicht gut tat. De fac­to habe ich mich 100 Minu­ten lang gelang­weilt. Es ist zu schnell klar, wie das Böse im Pool funk­tio­niert. Alles gut vor­her­seh­bar und ja, ein­fach Durch­schnitt.

Doch zuvor habe ich einen nur 30-minü­ti­gen Kurz­film von Ari Aster gese­hen, der mich zum Nach­den­ken gebracht hat: The Stran­ge Thing About the John­sons von 2011. Die­ser Film ist z.B. hier kosten­los auf You­Tube anschau­bar. Aster ist auch Regis­seur sol­cher Fil­me wie Her­edi­ta­ry und Mid­som­mar, die mir sehr gut gefal­len haben.

Die­ser Kurz­film hat­te mich sofort von der Anfangs­sze­ne an “gehoo­ked”. Aster schafft über 30 Minu­ten, was der Regis­seur von Night Swim nicht hin­be­kommt: mich zu fes­seln. Dabei ist “Stran­ge Thing” ein eher ruhi­ger Film, der sei­ne Wir­kung erst am Ende ent­fal­tet, näm­lich dann, wenn man dar­über nach­zu­den­ken beginnt, wer denn eigent­lich Täter und Opfer inner­halb die­ser Drei­er-Kon­stel­la­ti­on ist. Alles, was ich noch dazu schrei­ben könn­te, wür­de spoi­lern, also am besten selbst anschau­en.

Aber Ach­tung: wenn dich Inzest oder sexu­el­le Gewalt trig­gern, dann laß den Film lie­ber aus.

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