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	Kommentare zu: VNV Nation (14.3.25, Köln)	</title>
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	<description>Nachtgedanken von Rush</description>
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		<title>
		Von: admin		</title>
		<link>https://schwarze-szene.net/vnv-nation-14-3-25-koeln/#comment-256</link>

		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Mar 2025 08:42:24 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://schwarze-szene.net/vnv-nation-14-3-25-koeln/#comment-254&quot;&gt;Oliver&lt;/a&gt;.

Hi Oliver,
stimmt, das habe ich nicht erwähnt. Aber warum? Ich will es mal versuchen zu erklären: 
Ich arbeite selbst im Sozialbereich. Vor etlichen Jahren wollte man Menschen mit Behinderungen besser integrieren, &quot;Integration&quot; war das Stichwort. Das reichte dann irgendwie nicht mehr aus, also mußte &quot;Inklusion&quot; her. Wenn man das zu Ende denkt, werden die Unterschiede zwischen Menschen mit Behinderungen und solchen ohne verschwinden. Wir würden dann in einer Welt leben, wo alle gleich sind (in der Theorie). 

Aus diesem Blickwinkel baut Ronan wieder Grenzen auf, wenn er unterschiedliche Personengruppen besonders hervorhebt. So waren m.E. wenige Eltern mit Kindern da. Neben mir stand ein ca. 11-/12-jähriges Mädchen, das mega-gelangweilt war. Natürlich sind Kinder &quot;unsere Zukunft&quot;, auch die Zukunft der Szene, aber das ist doch auch so ein Allgemeinplatz. 99% der Anwesenden waren keine Kinder, von daher müßte man das nicht extra erwähnen. Dann ist mir ein wenig aufgestoßen, wie er an dritter Stelle &quot;all you wonderful people&quot; erwähnte, also diese 99% Rest, die Mehrheit. Damit sind - hart ausgedrückt - weder Behinderte noch Kinder &quot;wonderful people&quot;. Soll heißen, mit solchen Aussagen bewegt man sich schnell auf Glatteis, auch wenn Ronan das ganz sicher so nicht gemeint hat. 
Er hat, aus irgendeinem Grund, immer ein Auge auf die Menschen mit Behinderungen, die seine Konzerte besuchen. Und ja, das macht ihn sympathisch, daß er in deren Richtung etwas sagt, aber es läuft einer gesellschaftlichen Tendenz zuwider, Unterschiede nicht mehr zu benennen. Ich erlebe es gerade bei Menschen, die nicht im Sozial-/Gesundheitsbereich arbeiten, daß sie an alten Konzepten festhalten, so à la: &quot;Das ist ein Behinderter, der braucht Hilfe.&quot; Ich erlebe selbst immer wieder Situationen, in denen ich einem Menschen mit Behinderung Hilfe anbiete, dies aber (z.T. brüsk) abgelehnt wird: &quot;Ich komme schon zurecht.&quot; Das hat auch viel mit &quot;empowerment&quot; zu tun, damit, daß behinderte Menschen sich heute als stark und autark erleben können, z.B. weil es die Selbständigkeit fördernde Wohnangebote gibt. 
Letztlich ist selbst der Begriff &quot;Behinderte&quot; so einer Umformung unterworfen: Früher gingen Menschen in eine &quot;Behindertenwerkstatt&quot;, daraus wurde dann eine &quot;Werkstatt für Menschen mit Behinderungen&quot;, und heute spricht man eher von Beeinträchtigungen.

Mich hat diese Dreier-Abstufung &quot;Behinderte - Eltern/Kinder - all you wonderful people&quot; nicht so &#039;abgeholt&#039;, daher habe ich das im Bericht ausgelassen. 

Liebe Grüße,
Rush]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://schwarze-szene.net/vnv-nation-14-3-25-koeln/#comment-254">Oliver</a>.</p>
<p>Hi Oliver,<br>
stimmt, das habe ich nicht erwähnt. Aber warum? Ich will es mal versuchen zu erklären:<br>
Ich arbeite selbst im Sozialbereich. Vor etlichen Jahren wollte man Menschen mit Behinderungen besser integrieren, “Integration” war das Stichwort. Das reichte dann irgendwie nicht mehr aus, also mußte “Inklusion” her. Wenn man das zu Ende denkt, werden die Unterschiede zwischen Menschen mit Behinderungen und solchen ohne verschwinden. Wir würden dann in einer Welt leben, wo alle gleich sind (in der Theorie). </p>
<p>Aus diesem Blickwinkel baut Ronan wieder Grenzen auf, wenn er unterschiedliche Personengruppen besonders hervorhebt. So waren m.E. wenige Eltern mit Kindern da. Neben mir stand ein ca. 11-/12-jähriges Mädchen, das mega-gelangweilt war. Natürlich sind Kinder “unsere Zukunft”, auch die Zukunft der Szene, aber das ist doch auch so ein Allgemeinplatz. 99% der Anwesenden waren keine Kinder, von daher müßte man das nicht extra erwähnen. Dann ist mir ein wenig aufgestoßen, wie er an dritter Stelle “all you wonderful people” erwähnte, also diese 99% Rest, die Mehrheit. Damit sind – hart ausgedrückt – weder Behinderte noch Kinder “wonderful people”. Soll heißen, mit solchen Aussagen bewegt man sich schnell auf Glatteis, auch wenn Ronan das ganz sicher so nicht gemeint hat.<br>
Er hat, aus irgendeinem Grund, immer ein Auge auf die Menschen mit Behinderungen, die seine Konzerte besuchen. Und ja, das macht ihn sympathisch, daß er in deren Richtung etwas sagt, aber es läuft einer gesellschaftlichen Tendenz zuwider, Unterschiede nicht mehr zu benennen. Ich erlebe es gerade bei Menschen, die nicht im Sozial-/Gesundheitsbereich arbeiten, daß sie an alten Konzepten festhalten, so à la: “Das ist ein Behinderter, der braucht Hilfe.” Ich erlebe selbst immer wieder Situationen, in denen ich einem Menschen mit Behinderung Hilfe anbiete, dies aber (z.T. brüsk) abgelehnt wird: “Ich komme schon zurecht.” Das hat auch viel mit “empowerment” zu tun, damit, daß behinderte Menschen sich heute als stark und autark erleben können, z.B. weil es die Selbständigkeit fördernde Wohnangebote gibt.<br>
Letztlich ist selbst der Begriff “Behinderte” so einer Umformung unterworfen: Früher gingen Menschen in eine “Behindertenwerkstatt”, daraus wurde dann eine “Werkstatt für Menschen mit Behinderungen”, und heute spricht man eher von Beeinträchtigungen.</p>
<p>Mich hat diese Dreier-Abstufung “Behinderte – Eltern/Kinder – all you wonderful people” nicht so ‘abgeholt’, daher habe ich das im Bericht ausgelassen. </p>
<p>Liebe Grüße,<br>
Rush</p>
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		<title>
		Von: Oliver		</title>
		<link>https://schwarze-szene.net/vnv-nation-14-3-25-koeln/#comment-254</link>

		<dc:creator><![CDATA[Oliver]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Mar 2025 08:08:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Es sollten auch noch die großartigen Gesten von Ronan erwähnt werden. Ich selber stand unmittelbar vor der Bühne und habe diese überwältigt wahrgenommen. Links neben der Bühne war ein abgesperrter Bereich in dem sich die Zuschauer mit körperlichen Einschränkungen aufgehalten haben. Ronan hat diese recht schnell wahrgenommen und ist auch zu ihnen heruntergegangen. Zum Ende des Konzerts hat er seinem Drummer gesagt das er seine Drumsticks zu diesen Zuschauer bringen möchte. Des Weiteren sagte er ja noch das für ihn die Zuschauer mit körperlichen Einschränkungen an erster Stelle, die mit Kindern an zweiter und alle anderen Zuschauer an dritter Stelle stehen. Diese feinen Gesten, Aussagen habe ich als nicht alltäglich und besonders wahrgenommen und als positiven Gedanken mit nach Hause genommen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es sollten auch noch die großartigen Gesten von Ronan erwähnt werden. Ich selber stand unmittelbar vor der Bühne und habe diese überwältigt wahrgenommen. Links neben der Bühne war ein abgesperrter Bereich in dem sich die Zuschauer mit körperlichen Einschränkungen aufgehalten haben. Ronan hat diese recht schnell wahrgenommen und ist auch zu ihnen heruntergegangen. Zum Ende des Konzerts hat er seinem Drummer gesagt das er seine Drumsticks zu diesen Zuschauer bringen möchte. Des Weiteren sagte er ja noch das für ihn die Zuschauer mit körperlichen Einschränkungen an erster Stelle, die mit Kindern an zweiter und alle anderen Zuschauer an dritter Stelle stehen. Diese feinen Gesten, Aussagen habe ich als nicht alltäglich und besonders wahrgenommen und als positiven Gedanken mit nach Hause genommen.</p>
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